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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
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Cicero, De natura deorum 1,90 (akademische Kritik)Nec vero intellego hominum similes dicere quam homines deorum. Quares, quid intersit; si enim hoc illi simile sit, esse illud huc. Video, sed hoc dico, non ab hominibs formae figuram venisse ad deos; di enim semper fuerunt, nati numquam sunt, si quidem aeterni sunt futuri; at homines nati, ante igitur humana forma quam homines, eaque erant forma dii immortales; non ergo illorum humana forma, sed nostra divina dicenda est. Ich begreife aber auch nicht, warum Epikur in den Göttern lieber Ebenbilder der Menschen als in den Menschen Ebenbilder der Götter sehen wollte. Du wirst fragen, worin da ein Unterschied bestehe; denn wenn dies jenem ähnlich ist, dann gleicht auch jenes diesem. Das sehe ich wohl ein, aber ich meine damit, die äußere Gestalt sei nicht von den Menschen auf die Götter übergegangen; denn die Götter sind immerfort gewesen und niemals entstanden, wenn sie ewig sein sollen; die Menschen dagegen sind geschaffen; somit gab es also eine menschliche Gestalt schon, bevor die Menschen da waren, und diese Gestalt besaßen die unsterblichen Götter: folglich darf nicht ihre Gestalt als die menschliche, sondern unsere muss als göttlich bezeichnet werden. |
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Datum: 1982 / 2005 Aktuell: 14.07.2006 |
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