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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Die Bibel - Urtext, Übersetzungen
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Altes Testament: HebräischDas Alte Testament ist in hebräischer Sprache geschrieben. Ein paar Worte aus dem Hebräischen sind auch uns geläufig:
Die hebräische Schrift wird von rechts nach links geschrieben, und zwar nur die Konsonanten:
Schon zur Zeit Jesu war das Hebräische eine tote Sprache, d.h., man hat sie zwar gelernt, um die Bibel lesen zu können, aber nicht mehr im täglichen Umgang gesprochen. So geriet diese "heilige Sprache" allmählich in Gefahr, dass man nicht mehr gewusst hätte, wie man diese Konsonantenschrift lesen muss. (Ähnliche Probleme haben wir heute mit dem Altägyptischen; die Texte können wir zwar übersetzen, aber wir wissen nicht mehr, wie sich diese Sprache angehört hat). So kamen jüdische Gelehrte im 9er-Jahrhundert auf die Idee, die fehlenden Konsonanten, Kommas und Akzente in Form von kleinen Strichen und Punkten einfach den überlieferten Buchstaben hinzuzufügen, so dass wir heute noch die Texte richtig lesen können. In der heutigen Bibel sieht das so aus:
Neues Testament: GriechischDas Neue Testament ist in griechischer Sprache geschrieben. Das Griechische ist dem Deutschen sehr viel näher verwandt und darum leichter zu lernen, obwohl es viel komplizierter ist als das Hebräische.
An diesen Beispiel ist zu erkennen, dass die griechische Schrift von links nach rechts mit allen Vokalen geschrieben wird.
ÜbersetzungenGriechisch (Septuaginta)Griechisch hat man zur Zeit Jesu in der ganzen östlichen Hälfte des Römischen Reiches verstanden. In der westlichen Hälfte dagegen sprach man lateinisch. Darum wurde es bald notwendig:
Lateinisch (Vulgata)
DeutschLuther hat noch als junger Mann die Bibel nur auf lateinisch gekannt. Seine Leistung bestand darin, dass er
Dem stand freilich
ein großes Hindernis im Wege: Es gab kein Hochdeutsch, das man überall
verstanden hätte. Jeder sprach seinen Dialekt: Luther sächsisch, Zwingli
Schweizerisch, der hessische Landgraf hessisch usw. Es gab zwar für die
kaiserlichen Beamten Richtlinien, wie amtliche Schriftstücke geschrieben werden
mussten, damit man sie im ganzen Reich verstand, aber das war ein
Beamtenchinesisch, aus dem nur Eingeweihte schlau wurden.
Wenn wir heute zum Beispiel sprechen: Ich habe einen Apfel, und nicht Ick heff en Appel, ish häbb en Abbel, i han en Apfel, so ist das das Bibeldeutsch Luthers, das sich wenigstens als geschriebenen Sprache überall durchgesetzt hat, und die wir seit etwa 150 Jahren genau so sprechen, wie man sie schreibt. Wir schreiben also nicht, wie wir sprechen, sondern wir sprechen, wie wir schreiben.
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Anmerkungen: x |
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Datum: 1985 / 2005 Aktuell: 14.07.2006 |
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