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Befund
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nur hbr.
כידון kîdôn
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Jos 8,18 eine Waffe, die
Josua symbolisch gegen die Stadt Ai ausstreckt
Septuaginta γαισόν
gaisón 'Wurfspeer', Vulgata
clypeus 'Rundschild'
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1. Sam. 17,6 eine
Bronzewaffe des Riesen Goliaths, die er zwischen den Schultern trägt,
neben einem "modernen" Spieß mit eiserner Spitze. Außerdem hat er ein
Schwert, das er in der Scheide trägt (17,51).
Septuaginta ἀσπὶς χαλκῆ
kʰalkê
aspís, Vulgata
clypeus
aereus
'eherner Rundschild'
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Jer 6,23; 50,42
eine Waffe des Feindes aus dem Norden, neben dem Bogen
Septuaginta
ζιβύνη
zibynē
'Wurfspieß', Vulgata scutum
'Schild'
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Hiob 39,23 Eine
Waffe des Kavalleristen neben Schwert, Spieß und Köcher
Septuaginta μάχαιρα
mákʰaira
'Schwert', Vulgata clypeus
'Rundschild'
Deutung
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Der Kidon ist also
eine veraltete und exotische Angriffswaffe aus der Zeit der Landnahme,
die sich vom üblichen Spieß (חנית ḥanît)
und Schwert unterscheidet und auf dem Rücken getragen wird.
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Die Septuaginta
wechselt zwischen 'Wurfspeer (keltisches bzw. balkanisches Wort), Schild
und Schwert', die Vulgata hat konsequent 'Schild'.
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Die Bedeutung
Schild könnte daraus erschlossen sein, dass Goliath die
Waffe zwischen den Schultern trägt. Bei Josua sollte man aber an eine
Angriffswaffe denken (Speer oder Schwert).
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Das Nebeneinander von
eiserndem Spieß und bronzenem Kidon passt gut in die Zeit Davids
(Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit). Das seltene Wort könnte aus
der Sprache der Philister stammen.
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Da die Philister aus dem
ägäischen Raum kommen, könnte man an das lange thrakische Sichelschwert
Rhomphaia denken, das man wohl
auf dem Rücken trug.
Etymologie
Hbr. כ k war behauchtes K im
Unterschied zum unbehauchten ק q, das griech. κ k entspricht, während der
behauchte griechische Konsonant χ kʰ war, der aus gʰ entstanden ist.
כידון
Kîdôn wäre also griech !χ(ε)ιδων kʰe(i)dōn;
dieses Wort gibt es aber nicht, wohl aber
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