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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
EtymologieGlockedeutsch 'ein Signalinstrument' |
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Nachbildung einer irischen Glocke vor der St. Patrick's Cathedral in Dublin
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zhōngMan nimmt an, dass die becherförmige Handglocke aus Metall in China erfunden wurde und über Umwege nach Europa kam. Das zeigen nicht nur archäologische Funde, sondern auch
vielleicht also aus einem Bronzebecher weiter entwickelt. Der flache Gong, der ebenfalls aus Ostasien kommt, hat seinen Namen aus dem Malaiischen:
Die beiden einander ähnlichen Wörter zeigen auch Anklänge an slaw. zvon. Vielleicht wurde der Name in Osteuropa mit den Sache übernommen und nach einem passenden japhetitischen Wort für 'klingen' umgestaltet. In Westeuropa dagegen benutzte man Wörter, die ursprünglich die hölzerne Klapper oder Rassel aus trocknen Pflanzensamen bezeichnete. Daran erinnern die kugelförmigen Schellen der Narrengewänder und Pferdeschlitten. Mit Schelle bezeichnen wir aber auch die Handglocke, wie sie etwa der Ortsdiener benutzte, um seine öffentlichen Ausrufe anzukündigen.
Die Metallglocken waren zunächst wohl aus Blech wie die heutigen
Kuhglocken. Als Erfinder der gegossenen Bronzeglocke gilt der heilige Paulinus von Nola
(354-431). [1] GlockeDie Kirchenglocke wird um 700 erstmals erwähnt von dem angelsächsischen Kirchenvater Beda [3] (campana) und seinem Zeitgenossen Bonifatius [4] (clocca). Der kirchlicher Gebrauch von Glocken wurde angeblich von Papst Sabinian (604) eingeführt. [1] Irische oder angelsächsische Missionare sollen die Kirchenglocken nach Deutschland gebracht haben. Dafür scheint die Ähnlichkeit der Wörter zu sprechen:
Das alte germanische Wort für die Handglocke ist Schelle:
Die keltischen Verwandten
machen wahrscheinlich, dass der Schelle eine Rassel mit trockenen Samen vorausging.
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[1] Meyer,
Konversations-Lexikon 3. Auflage 7,919. [2] 6,25 cum die dominico ... ad matutinus signum conmutum fuisset et populus surgens ad eclesiam conveniret... = als am Sonntag ... zur Messe ein Zeichen ausgetauscht wurde und das Volk aufstand und in der Kirche zusammenkam
[3] hist. eccl. 4, 23 [4] Adamnanus, Vitae Columbae 1,8; Bonifatius ep. 62
[1] Meyer,
Konversations-Lexikon 3. Auflage 7,919 [5] Der keine Pauly 1,1049 [6] Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Buxtehude, S. 1+2. Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 1114 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 1, S. 288) (c) Verlag Herder
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Sprachecke 21.12.2004 |
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Datum: 2004 Aktuell: 24.11.2011 |
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