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Quellen:
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mhd.
mundaffe 'Mundaffe (Virginal
320,5; 2. Hälfte 12er-Jh.)
din affenmuot der triuget dich, daz du niht lâst
belîben daz du dich selben zückest vür. sniudeln und mundaffen, mich
dunkt, du ritest ûf der spür. iô du bist gar erlaffen. = Dein
Affenmut, der trügt dich, dass du es nicht bleiben lässt, dass du dir
selber den Vorrang gibst. Wichtigtuer und Mundaffen, ich glaube, du bist
auf dem besten Weg dazu. Ja, du bist ein richtiger Weichling.
Der Riese wirft König Dietrich vor, er sei ein
verweichlichter Weiberknecht, der Angst vor einem Kampf hat. "Mundaffe"
ist nach dem Zusammenhang eher ein 'Maulheld' als ein 'Gaffer'.
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fnhd.
mûlaffe 'Maulaffe' (Fastnachtsspiele
539,18. 14er-Jh, zit.
GrWb
12,1796)
lacht, greint und singt ein wenig leis, ir kelber, tortschen und maulaffen! =
Lacht, weint und singt ein bisschen leiser, ihr
Kälber, Trottel und Maulaffen!
Die Fasnachtsnarren werden aufgefordert, leise zu sein.
Ein Maulaffe wäre demnach ein 'schreiender Affe'.
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änhd., schwäb., Schweiz, thür., sächs.
Gähnaffe
in der Wendung jemandem Gähnaffen machen
'pah sagen, höhnen' (GrWb
4,1148)
"Den Gähnaffen machen" bedeutet 'einen Affen
spielen, der gähnt'
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schwäb. Schweiz
Galaffe
< änhd. Gal,
Gall 'Schrei' <
gellen
GrWb
1180 ff)
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schwäb.
Golaffe feil habe 'müßig im Dorf herum laufen' (Schwäb. Hand-Wb.
168)
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Bern:
Galaff 'Gaffer, Herumsteher, Laffe';
galaffe 'mit offenem Mund zuschauen' (Berndeutsches Wb. 127)
Deutung
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Alle vier Wörter kennzeichnen
Menschen, die sich wie Affen verhalten, die das Maul aufreißen,
großspurig reden, lärmen oder gähnen. Die alten Belege lassen nicht
erkennen, dass gemeint sein soll 'mit offenem Mund gaffen' oder 'untätig
herumstehen'. Da hat offenbar eine Bedeutungsentwicklung stattgefunden.
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Maulaffen feilhaben (zum Verkauf anbieten) ist dasselbe wie
Narren feilhaben (GrWb
3,1447).
In dieser Redewendung haben sich zwei Gedanken überschnitten: 1. Du bist
ein Maulaffe und 2. Du hast deinen Laden (Mund) offen, als
hättest du etwas zu verkaufen.
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Es gibt
keinen literarischen Hinweis, dass man einen Kienspanhalter in Form
eines Kopfes mit offenem Mund "Maulaffe" genannt hätte, wie
Röhrich 3,1011 zu
beweisen versucht. Es gab zwar diese Figuren, aber aus den Neuzeit.
Röhrich unterstellt den obigen Belegen die Bedeutung 'Kienspanhalter'
und datiert die Figuren ins Mittelalter.
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