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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
EtymologieSegen und Fluch |
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Hbr. ברך
bárék
bedeutet außer 'segnen'
auch 'grüßen, gratulieren, loben'. Wie die Entsprechungen griech. εὔλογεῖν
eulogeîn,
lat. benedicere
(beides wörtlich 'gut reden') zeigen, handelt es sich auch im Hebräischen um
"gute Worte und Wünsche", die man anderen gegenüber äußert. Der Segen Gottes ist
eine Fortsetzung des wirkungsmächtigen Schöpfungswortes, das unverzüglich
Wirklichkeit wird. Segen wie Fluch sind also ursprünglich magische Worte ("Zauberworte") gewesen wie unser verwünschen, haben aber in der biblischen Religion etwas andere Bedeutungen angenommen. Anders bei den deutschen Wörtern: Segnen ist abgeleitet von kirchen-lat. signare 'das Heil bringende Kreuzeszeichen machen', meinte also den Ritus und erst in zweiter Linie das dabei gesprochen Wort. Als Lehnübersetzung hat dieses genuin christliche Wort den ganzen Bedeutungsgehalt des kirchlichen und biblischen Begriffs "segnen" übernommen. Auch Fluchen war ursprünglich wohl mit einer Geste verbunden: Zum Zeichen der Trauer stieß man lautes Geschrei aus und schlug sich dabei an die Brust. Das deutsche Wort bedeutet nicht 'verwünschen', sondern 'erregt und laut reden', daher auch 'schimpfen, Kraftausdrücke verwenden', mit denen sich der erregte Mensch Luft macht. |
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benedeien | Begriffe: Glück, Unglück Sprachecke 30.11.2010 |
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Datum: 2005 Aktuell: 25.11.2010 |
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