|
Startseite | Religion | Sprachwissenschaft | Logische Wissenschaft | Geschichte | Humanwissenschaft | Naturwissenschaft | Kulturwissenschaft | Kulturschöpfungen Sprachen | Wörter | Grammatik | Stilistik | Laut und Schrift | Mundart | Sprachvergleich | Namen | Sprachecke |
||||
|
Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Mutationen im Anlaut |
Email:
|
||
|
Im Hebräischen wechselt bei den Lauten /b , d, g, p, t, k/ die Aussprache
So war es auch im Aramäischen. Dem Ostsemitischen und Arabischen ist dieser Wechsel fremd.
Anlautvarianten im Hethitischen:
Im Althochdeutschen gab es wenigstens im Alemannischen etwas Ähnliches (Notkers Anlautgesetz) [1]
Vielleicht lässt sich so auch das unorganische H im Anlaut erklären (lenierte Aussprache des Kehlkopfverschlusses), sogar im lateinischen Kontext:
Die im Frühneuhochdeutschen entstandenen Verschmelzungen von Präposition und Artikel
die Verkürzung von her-, hin- in den Vorsilben:
und die im Südhessischen häufige Verkürzung des Artikels
könnten Spuren einer alten Anlautlenition sein:
In den inselkeltischen Sprachen verändern sich die Anfangskonsonanten in engen Wortverbindungen (Lenition):
Keltischer Sprachgebrauch scheint auch das Nebeneinander von
Im Altkeltischen ist der Wechsel schwer nachzuweisen. Einige Schreibunsicherheiten deuten aber darauf hin:
Im Persischen steht oft /b-/ für altiranisch /ʊ-/ (Anlauterhärtung):
Auch das s mobile könnte auf einer Anlautvariation beruhen. Dieses ist aber so alt, dass ich meine Vermutung nicht mit Satzbeispielen beweisen kann:
|
Sie benötigen die Schriftarten
ARIAL UNICODE MS
[1] Braune/ Eggers, Ahd. Grammatik § 103
|
|||
|
|
Spezielle Lautentsprechungen: d / l | n / l / ø | n / l
|
|
Datum: 2007 Aktuell: 14.06.2010 |
|