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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

Deckel

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Deckəl m., Sg = Pl., Dim. Deckəlçhə 'Deckel'

'oberer Verschluss einer Öffnung'

eines Gefäßes:

  1. Wáɳɳˬman Milçh hāiß machd, dỳʳf man kʰâin Deckəl ùff de Groppə dūn, sónšt kochd sı laiçht yƀƀɛr. "Wenn man Milch heiß macht, darf man keinen Deckel auf den Groppen (Kochtopf) tunt, sonst kocht sie leicht über." HT

scherzhaft 'Hut' 19" a

etwas Deckelartiges:

kurz für 'Bierdeckel'

  1. Deckəl machə 'Striche auf dem Bierdeckel sammeln, viel trinken' HT Georgenhausen

bildlich:

'etwas, was überall passt'

  1. Zwaa alte Deckel, doch net schlecht, Die sin uff alle Dippcher recht. "Zwei alte Deckel, doch nicht schlecht, die sind auf alle Töpfchen recht (von Standardliedern, die man bei jeder Gelegenheit vortragen kann). KSchDH 1,251

zweideutig: Der Mann ist der "Deckel", die Frau der "Topf".

  1. Jedəs Dyppçhə hȧd sáin Deckəlçhə "Jedes Töpfchen hat sein Deckelchen" (für jede Frau gibt es einen passenden Mann). 21

  2. ... Wail ùff jedən Dyppə ən Deckəl gəhœ̄ʳd. "... Weil auf jeden Düppen (Topf) ein Deckel gehört. (Text)

  • Ableitungen

    • V Ābēdeckəl 'ABe-Deckel'

    • V Blɛçhdeckəl 'Blechdeckel'

    • V Pappdeckəl 'Pappdeckel'

    • V Pʰaifədeckəl 'Pfeifendeckel'

 

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Quellen

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Datum: 1968-2008

Aktuell: 04.11.2011