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Dͽyƀəl
m, Sg = Pl. 'Teufel'
'Satan,
ein böser Geist'
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En junger Engel
werd oft en alder Deiwel. "Ein junger Engel wird oft ein alter Teufel."
HMSch 46
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Auf meim
Tanzboden sieht's aus, als hätte tausend Teufel durch die Dachsparrn geschi-!
(geschissen)
ZSch 2
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hot e Gesicht geschnitte wie en Dibbe voll Deiwel
"hat ein Gesicht geschnitten wie ein Topf voll Teufel (schmerzverzerrt)"
SchDa
144
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zu einem Blatternarbigen:
Mer maant jo, der Deiwel hett Erbse uf Ihne Ihrm Gesicht
gedroschen. "Man meint ja, der Teufel hätte Erbsen auf Ihren Ihrem
Gesicht gedroschen."
NTH 3,11
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Dene Offebächer is doch net mehr zu helfe, die sin samt un sonners em Deiwel
verschriwwe. "Diesen Offenbachern ist doch nicht mehr zu helfen, die
sind samt und sonders dem Teufel verschrieben." (Sie haben andere politischen
Ansichten).
RMDH 1,21
-
Deß worn sellemol schlimme Kerl, die de Deiwel uff dem
flache Feld net gescheut hawwe "Das waren selbtemal (damals) schlimme
Kerle, die den Teufel auf dem flachen Feld nicht gescheut haben (gingen keiner
Auseinandersetzung aus dem Weg. Auf dem Feld finden sie keine Deckung.)
DH 1,32
Redensarten
-
əm
Dͽyƀəl eəs Ōʳ ábbabbələ
"dem Teufel das Ohr abbabbeln" (so lange reden, bis dem Teufel
das Ohr abfällt, bis er's nicht mehr hören kann) (Text)
-
Hot de Deiwel de Bock geholt, mag er aach noch die
Gaas hole. "Hat der Teufel den Bock geholt, mag (kann) er auch noch die
Geiß holen."
(Text)
-
Mål mȉʳ
nìt də Dͽyƀəl án die Wánd!
"Mal mir nicht den Teufel an die Wand!" (Text)
Då
ìsd
də Dͽyƀəl lōs.
"Da ist der Teufel
los." (Text)
-
Iwwerhaubt wor heit gro de Deiwel los, kaam hot was gefehlt.
"Überhaupt war heute gerade der Teufel los, keinem hat was gefehlt (keiner
hatte, wie sonst üblich, ein Leiden; paradox).
SchDa 144
Də Dͽyƀəl machd sâin
Špìl.
"Der Teufel macht sein Spiel." (Text)
-
Der Deiwel werd doch net sei Spiel howwe! "Der
Teufel wird doch nicht sein Spiel haben" (dass mich jemand erwischt)
NTH 2,6
-
Də Dͽyƀəl machd sâin
Špìl und
då sı fɔʳd.
"Der Teufel macht sein Spiel, und da sind sie fort (weggerannt)."
HT
DA
Dɛs ìsd
alləs âin Dͽyƀəl.
"Das
ist alles ein Teufel." (Text)
-
Sechs Batze kost’s, lieb’s Weiwel; die Herrgöttli, ob klaa, ob groß, des alles
is aan Deiwel! "Sechs Batzen (à 4 Kreuzer) kostet es, liebes Weiblein;
die Herrgöttli (Kruzifixe), ob klein, ob groß, das alles ist ein Teufel!"
St 286
Diçh soll də Dͽyƀəl hollə.
"Dich soll der Teufel
holen." (Text)
-
Do
soll mich de Deiwel quintweis hole, wann's net wohr ist. "Da soll mich
der Teufel quintweise (4g-weise) holen,, wenn es nicht wahr ist."
(bedingte Selbstverfluchung).
NTH 2,6
-
Die
howwe uns die Hüt vertauscht! De Deiwel soll se hole! "Die haben uns
die Hüte vertauscht! Der Teufel soll sie holen!"
DH 306
-
Wendungen:
-
"ein armer Teufel" 19"
a
-
"Pfui Teufel" 18"
a
ùff
Döybəl kʰumm əraus
"auf Teufel komm heraus" (Text)
-
Du musšt
aƀƀɛʳ āuch
Gɛld ausgɛƀƀə ùff Döybəl kʰumm əraus!
"Du muss aber auch Geld ausgeben auf Teufel komm heraus!"
HT
und
wánn də Dͽyƀəl ùff Štɛlzə gēd
"und wenn der Teufel auf Stelzen geht" (Text)
-
es hilft un batt nix, ich nemm-se doch, un wann der
Deiwel uf Stelze geht! "Es hilft und battet (nützt) nichts, ich nehme
sie (das geliebte Mädchen) doch, und wenn der Teufel auf Stelzen geht."
NTH 4,4
-
E
Gans muß ebei, un wann de Deiwel uff Stelze geht! "Eine
(Weihnachts-)Gans muss herbei, und wenn der Teufel auf Stelzen geht.
SchDa 136
wás ... Dͽyƀəl
"was Teufel" (Text)
wāiß də Dͽyƀəl
"weiß der Teufel" (Text)
-
Wāiß
də Dͽyƀəl, wō dɛs hɛ̄ʳ kʰummə ìsd!
"Weiß der Teufel, woher das gekommen ist!"
HT
wi də Dͽyƀəl hindɛrˬə
âʳm Sēl
"wie der Teufel hinter
einer armen Seele" (Text)
-
Di ìsd
hindɛʳ
sáinm Gɛld hɛ̄ʳ
wi də Dͽyƀəl hindɛrˬə
âʳm Sēl.
"Die ist hinter seinem
Geld her wie der Teufel hinter einer armen Seele."
HT
-
...
uff jed Lot Fleisch versesse... als wie der Deiwel uff e arm Seel "auf
jedes Lot (ca. 15 g) Fleisch versessen als wie der Teufel auf eine arme Seele"
St 306
Sprichwörter
-
"Geht's nicht mit Gott, so
geht's mit dem Teufel." 19"
a
-
Wáɳɳˬmanˬ’m
Dͽyƀəl də klâinə
Fingɛʳ giƀd,
willˬɛʳ glaiçh
di gánz Hánd.
"Wenn man dem Teufel den kleinen Finger gibt, will er gleich die ganze Hand."
(Text)
'eine
Theaterrolle'
-
unn
dann aach Borzenelle? ... der Kasper mit seim
Hoseknopp, der Hausknecht un der Deiwel. "Und dann auch Pulzinellen
(Puppenspielfiguren)?
(Und) ob! ... der Kasper mit seinem Hosenknopf, der
Hausknecht und der Teufel."
St 448
übertragen: 'Mensch'
'armseliger Mensch'
ən âʳmə Dͽyƀəl
"ein armer Teufel"
-
blaibd ən âʳmə Dͽyƀəl, bisˬɛr štɛʳbd.
"bleibt ein armer Teufel, bis er stirbt." (Text)
-
Der deht sich ehnda en Finger oabbeiße, als em oarme
Deiwel woas gäwe. Der täte sich ehnder (eher) den Finger abbeißen,
als einem armen Teufel was geben."
PfZ 23.08.1977
kʰâin
Dͽyƀəl
"kein Teufel
(niemand)"
-
Dɛs wāiß
dɔch kʰâin
Dͽyƀəl
"Das weiß doch kein
Teufel"
fingierter Name:
-
Un
schneidt e Gesicht ..., de Graf Deiwel könnt’s net frecher mache. "Und
schneidet ein (arrogantes) Gesicht..., der Graf Teufel könnte es nicht frecher
machen."
KSchDH 1,272
-
ärchend e Kaff ..., drei Dag hinner Fui Deiwel "irgendein Kaff, drei
Tage hinter Pfui-Teufel"
SchDa 292
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Times New Roman 5.01
Quellen
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