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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

trocken

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dróckə amda., neu -o- 'trocken'

eigentlich:

'keine Feuchtigkeit enthaltend'

  1. Di Wæsch ìsd drockə. "Die Wäsche ist trocken." HT

'nicht der Witterung ausgesetzt'

  1. Die Alte dann im Truckne sitze "Die Alten dann im Trocknen sitzen" Gel 50

  2. E Jedermann noch kam Gern drucke haam! "Ein jedermann noch kam gern trocken heim." DH 2,227

'nicht dem Hochwasser ausgesetzt'

  1. Ich habb moi Scheefche im Truckene ghatt! "Ich habe mein Schäfchen im Trockenen gehabt." GBiDH 2,271

'ohne Milch'

Di Kū štēd drocke. "Die Kuh steht trocken (gibt keine Milch)." HT

  1. Werd unser Milch aach lange? Schier trocke steht die Kuh! "Wird unsre Milch auch langen? Schier (beinahe) trocken steht die Kuh (gibt fast keine Milch)." GKH-KF

'ohne Getränke'

  1. Bīʳ hɛ̄ʳ, sollə dánn im Drockəne sitze? "Bier her, sollen wir denn im Trockenen sitzen?" HT

Beim Kuchen unterscheidet man nassə Kʰŭchə "nassen (Obst-) Kuchen" und drockənə Kʰŭchə "trockenen Kuchen (nur Teig, ohne Belag)"  HT

Redensart:

  1. noch nìt drockə hindɛr də Ōʳn sáin "noch nicht trocken hinter den Ohren sein" (Text)

übertragen:

'nüchtern, keine Gefühle zeigend'

  1. Den bringt mer fast net aus de Ruh, Und hot en moal aaner geschunne, do lacht-er ganz drucke dezu. "Den bringt man fast nicht auis der Ruhe, und hat ihn mal einer geschunden (gequält),l da lacht er ganz trocken dazu." SchDa 206

  2. Verlangt er drucke - verzig Mack! "verlangt er trocken 40 Mark." SchDa 232

 

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Quellen

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Datum: 1968-2009

Aktuell: 24.12.2009