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dūn
uV: 'tun,
machen'
Stammformen: Präs
athematisch dŭn, dŭst..., †
Prät.
dād, dān Konj. Impf.
dǣd, Imp. dŭ,
dŭd
PPP
gədån
Vollverb
'machen, ausführen,
handeln'
-
Er hätt gedah' zu jeder Zeit Bloß sei' purenzig
Schulligkeit "Er hätte getan zu jeder Zeit bloß seine purenzige (nichts
als seine) Schuldigkeit."
KSchDH 1,256
-
dou net alles, was de moogscht.
"Tue nicht alles, was du magst (möchtest?)"
HMSch
42
-
Içh
sáin máin āiġənə
Hɛʳʳ und kʰánn dūn
und lȧssə, wásˬiçh will.
"Ich bin mein eigener
Herr und kann tun und lassen, was ich will."
HT
'jemand Böses zufügen'
-
Dŭ mȉʳ
niĉhs. içh dŭn dȉʳ āuch
niĉhs. "Tu mir
nichts, ich zue dir auch nichts." HT
unpersönlich:
'funktionieren:
-
dɛs Dingsbums, wō man
mid dŭd, und
wáɳɳˬman
mid dūn
will, und då dŭd’s
nìt? "das
Dingsbums, wo man mit tut, und wenn man mit tun will, und da tut es nicht?"
HT
-
Jemand versucht ein
Gerät zu bedienen:
Nå, dɛs dŭd jâ gâʳ nìt? "Na,
das tut ja gar nicht?" HT
'platzieren'
-
Die Blädderhaufe, die duuh isch ... uff-de Kompost "Die Blätterhaufen,
die zu ich auf den Kompost"
RWDE
08.11.2008
-
Dŭ mål
schnɛll den Brīf ùff di Pʰost, dɛs ìsd
prɛssạnt.
'Du mal schnell den Brief auf die Post, das ist pressant."
HT
'etwas vortäuschen'
-
Kʰumm, dŭ nìt sō, dɛs
glāubštʊ jâ sɛlƀɛʳ nìt. "Komm, tu nicht so, das glaubst du je
selber nicht." HT
Wendungen:
dūn
als ob 'simulieren, vorgeben etwas zu sein'
-
Di dŭd, als ob sı əm Kʰaisɛʳ aus əm Âʳsch gəfallə wǣr.
"Die tut, als ob sie dem Kaiser aus dem Arsch gefallen wäre. (aufgeblasen)
"
IT
Hilfsverb
zur
Bildung eines zweiteiligen Prädikats
Umschreibung des
Präsens
-
Die klaone Diebe mer henke dutt
"Die kleinen Diebe man henken (aufhängen) tut"
HMSch 46
-
der wo blouß em
Herrgott die Zeit wegstehle dutt
"der wo bloß dem Herrgott die Zeit wegstehlen tut" (Text)
-
dadriwwer dat sich offenbar en arme Schuster bräste
"Darüber tat sich offenbar ein armer Schuster bresten (grämte sich)"
St 339
-
Ìʳ štēd āuch
blōß noch då und
dŭd platšə.
"Ihr steht auch bloß noch da und tut platschen (tratschen)."
HT
2. Sg. Präsens wird fast
regelmäßig umschrieben, zum Teil zur Erleichterung der Aussprache:
-
Du dŭšt
kraischə "du
tust kreischen" ist leichter zu sprechen als
du kraischšt "du kreischt".
Umschreibung einer Frage
-
Dŭstʊ mål di Dŷʳ zūmachə?
"Tust du mal die Tür zumachen"
HT
Umschreibung des Imperativs
positiv
-
Dŭ
mål di dy̏rrə Blæððɛʳ
-
. "Tu
mal die dürren Blätter zusammenrechen."
HT
negativ
-
Dŭ dɔch Kʰind nìt sō
dáymələ! "Tu doch das Kind nicht so
däumeln (abdrücken)!"
HT
Umschreibung des
Präteritums
-
de Adam dhat mer stocke
"der Atem tat mir stocken."
SchDa
203
Umschreibung des
Konjunktivs
-
weil ich mir
eher en Finger abbeiße deet... "weil ich mir eher einen Finger
abbeißen täte..." (Text)
mit
Prädikatsergänzung
-
du dŭstˬım dɔch wē! "du tust ihm doch weh!"
HT
mehrere Verwendungen:
-
Dŭ mål schnɛll Dings machə. - Hä? - Ai
wie hāißd
man
dánn dɛs Dingsbums, wō man
mid dŭd, und
wáɳɳˬman
mid dūn
will, und då dŭd’s
nìt? "Tu
mal schnell Dings machen. - Wie bitte? - Ei wie heißť man denn das
Dingsbums, wo man mit tut, und wenn man mit tun will, und da tut es nicht?"
HT
modales Hilfsverb, um
einem Verb Nachdruck zu verleihen:
nachdrücklicher Befehl
-
Dŭ mȉʳ blōß nìt áinschlåfə!
"Tu mir bloß nicht einschlafen!"
HT
nachdrückliche
Willensäußerung
-
Du
sollt schraiƀə! - Nâin,
içh dŭn aƀƀɛʳ nìt schraiƀə!
"Du sollst schreiben! -
Nein, ich tue aber nicht schreiben."
HT
-
Du
sollt dɛs nìt machə. - Içh dŭn’ aƀƀɛr dɔch machə.
"Du sollst das nicht machen. - Ich tue es aber doch machen."
HT
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Times New Roman 5.01
Quellen
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