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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

ehe

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ē 'ehe'
Komparativ amda. ēʳ, erweitert ēndɛʳ; mit Auslautverhärtung superlativisch ēʳt

Superlativ: ēʳŝt, ɛʳŝt

Adverb 'früh'

'eh und je, schon immer'

  1. Içh bin də Schœ̆nnstə. - Dɛs wâʳstʊ schón ē. "Ich bin der Schönste. - Das warst du (ja) schon eh." HT Zeilhard

ē(r) wi nìt "eher wie nicht" (eher ja als nein)

  1. Zwei Gendarme befleißigen sich hochdeutsch zu sprechen: Erster. Es ist der Datterich. Zweiter. Fort, Der ist's eher wie nicht! NDatt 6,5
    Der Ausdruck lässt sich nicht Wort für Wort ins Hochdeutsche übertragen.

  2. Ich glaab ehr wie net, dann bei so Dinge is er der verderscht. "Ich glaube eher wie nicht, denn bei so Dingen (Schlägereien) ist er der vorderste." NTH 2,2

  3. Ɛʳ kʰymmd ē wi nìt. "Er kommt eher wie nicht (wahrscheinlich)." HT

ēʳt 'eher, früher'

  • Redensart

    • "Eher (zuerst) komme ich, und dann komme noch einmal ich, und dann kommt eine Zeitlang gar nichjts, und dann kommst du." 19" a

Konjunktion

'bevor'

ē

  1. Ē man di Kʰartoffəl án di Say fərfyddɛʳd, dŭd man sı im Dæmpɛʳ dæmpə. "Ehe man die Kartoffel an die Säue verfüttert, tut man sie im Dämpfer (Art Kessel) dämpfen." HT

  2. Içh flitz grâd mål schnɛll mið’m Râd zum Bäckɛʳ, ē dassˬɛʳ zūmachd. "Ich flitze gerade mal schnell mit dem Rad zum Bäcker, ehe dass er zu macht." HT

ēʳ

  1. ehr e Stunn erum werrd sei "ehe eine Stunde herum wird sein" St 449

 

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Quellen

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Datum: 1968-2009

Aktuell: 03.03.2012