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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

fangen

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fángə stV 'fangen'
Stammformen: fáng, fængśt..., gəfángə

regelmäßige Fortsetzung von mhd. vahen

'ein (fliehendes) Lebewesen ergreifen'

  1. Mudda, fang mer mol e Krott. "Mutter, fang mir mal eine Kröte." SchDa 121

  2. ... hȧd âinɛʳ grœßərɛ Fysch gəfángə wi də ándɛʳ.  "... hat einer größere Fische gefangen wie (als) der andere. (Text)

  3. Machstʊ mid? - Wɔuhɛin? - Ùff də Hēring Ɛlfətritšɛʳ fángə? - Içh háb kʰāin Bock. "Machst du mit? - Wohin? Auf den Hering (Otzberg) Elfentrischer fangen". - Ich habe keinen Bock (keine Lust)." HT Zeilhard (um 1976 von Jugendlichen gehört)

  4. Fremme fange bei uns Dappe. "Fremde fangen bei uns Tappen (Fabelwesen)" HHM 12

Sprichwort:

  1. Mid Špɛck fængd man Mays. "Mit Speck fängt man Mäuse." (Text)

beim Spiel

  1. Wánn dʊ âin gəfángə hȧšt, musštʊ’m Patsch gɛƀƀə. "wenn du einen gefangen hast, musst du ihm eine Patsche geben." HT

übertragen: 'sich etwas Unangenehmes "einfangen", abbekommen'

  1. Ɛr hȧd sı gəfángə. "Er hat sie (Schläge) gefangen." HT

 

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Quellen

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Datum: 1968-2008

Aktuell: 28.12.2010