Startseite | Religion | Sprachwissenschaft | Logische Wissenschaft | Geschichte | Humanwissenschaft | Naturwissenschaft | Kulturwissenschaft | Kulturschöpfungen

Sprachen | Wörter | Grammatik | Stilistik | Laut und Schrift | Mundart | Sprachvergleich | Namen | Sprachecke

Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

vertäppeln

Email:

   

r-tæppələ 'vertäppeln'
< tappen 'treten'

'zertreten'

'verhauen'

'in Unwissenheit halten'

PPP rtæppəld 'verwirrt, verstört'

tabuistisch entstellte Flüche:
zur Bedeutung vgl. Gottverhaagdiekist 'Gott verhaue die Kiste' RSchDH 1,237

rtæppəl, nicht umgelautet -ȧ-, Imperativ '(Gott) verhaue (mich, wenn das nicht stimmt)!'

  1. Gott verdoppel, der Fritz! NTH 2,3

  2. wann ich Der e poor Stiwwel mache deht, Gottvadeppel, die mißte passe. "wenn ich dir ein paar Stiefel machen täte, Gottvertäppel, die müssten passen" DH 1,237

  3. Ich krigg der, Gottverdebbel, Jetzt Dag for Dag mei Ebbel. "Ich kriege dir, Gottvertäppel, jetzt Tag für Tag meine Äpfel (Schläge)." SchDa 200

  4. Verdebbel! - so denk ich - jetzt, Kall sei e Mann "Vertäppel, so denke ich - jetzt, Karl, sei ein Mann" SchDa 227

  5. verdeppel, ich genier mich so "vertäppel, ich geniere mich so" MiSa 32

  6. rtæppəl nochˬəmål! "Vertäppel noch einmal!" HT Zeilhard

rtæppəld, -ǽ- PPP '(von Gott) verhauen'

  1. Mai verdammt korzsichtige Auge, mai gottverdippelte!!  "Meine verdammt kurzsichtigen Augen, meine gottverdippelten!" ZSch 1

 

Sie benötigen die Schriftart Times New Roman 5.01

Quellen

Zeichen

nach oben

Übersicht

 

 

 

Datum: 1968-2008

Aktuell: 17.10.2011