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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

Kerl

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Kʰɛʳl, m., Pl. Kʰɛʳlə, Dim. Kʰɛʳlçhən 'Kerl'

'Geliebter, Sexpartner'

  1. Içh hạnnˬən Kʰɛʳl im Bedd. "Ich habe einen Kerl im Bett." (Text)

'starker junger Mann'

'Junge' 19" a

  1. un hat den Kerl am Knorrn verwischt. "und hat den Kerl beim Knorren (Kopf) erwischt (und aus dem Wasser gezogen)." RSchDH 2,24

verächtlich für 'Mann'

  1. Kerl, ich brech dich uf dem Knie derzwah, du Ahdorm. "Kerl, ich breche dich auf dem Knie entzwei, du Eindarm (schmächtiger Kerl)." NTH 3,11

  2. die Kerl geie und blose uns den Eppelwei noch sauerer. "Die Kerle geigen und blasen uns den Apfelwein noch saurer." NDatt 2,3

  3. Içh kʰánn den Kʰɛrl nìt ausštēn. Ich kann den Kerl nicht ausstehen (leiden)" HT

 'Mann' bestimmten Eigenschaften

genannt

  1. Dɛs ìsd fillaiçht ən bry̏tâlə Kʰɛʳl. "Das ist vielleicht (fürwahr) ein brutaler Kerl!" HT

  2. ’s worn Kerl wie Riese, stack und lang. "Es waren Kerle wie Riesen, stark und lang." KSchDH 130 f

bloß gedacht

  1. Ìʳ Kʰind, ͽyɛʳn Faddɛʳ, dɛs ìsd ən Kʰɛʳl "Ihr Kinder, euer Vater, das ist ein Kerl" (Text)

'Verbrecher'

  1. ... äƀƀɛrr Kʰɛrl wârrd. "...aber der Kerl war fort." (Text)

  2. De Polezei wird den Kerl schon dappe "Der Polizist wird den Kerl schon tappen (ergreifen)" DH 1,284

von einem Tier 19" a

 

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Quellen

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Übersicht

 

Etymologie

 

Datum: 1968-2008

Aktuell: 24.09.2011