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lɛ̄sə
stV
'lesen'
Stammformen: lɛ̄s,
līśt, gəlɛ̄sə
'vom Boden aufheben
und einsammeln'
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Di áʳmə Lͽyd sáin alls nåch də Ǟʳn ùff di Äckɛʳ Ähʳn lɛ̄sə
gángə.
"Die armen Leute sind alls (gewöhnlich) nach der Ernte auf die Äcker Ähren
lesen gegangen."
HT
Sie
hatten das Recht, die liegen gebliebenen Ähren einzusammeln und mit nach Hause
zu nehmen.
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In də
schlēçhtə Zaid nåchˬəm Krīǵ hȧd man
Bŭchələ gəlɛ̄sə fœ̄ʳ Œ̅l draus zu machə.
"In
der schlechten Zeit nach dem Krieg hat man Bucheln gesammelt, für Öl draus zu
machen."
HT
'ernten'
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Bai də Wáinlɛ̄s
wɛʳðn
di Drauƀə ɛʳŝt im Åimɛʳ
gəlɛ̄sə und
dánn in də Budd ùff də Wáğğə
gətrâğə. "Bei
der Weinlese werden die Trauben erst im Eimer gelesen und dann in der Butte
auf den Wagen getragen."
HT
'Geschriebenes
erkennen und verstehen'
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So,
wie mers in die Biewel gelese 'So, wie wir es in der Bibel gelesen'
SchDa 38
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Wánn içh ə pʰâʳ Ábsätz gəlɛ̄sə hȧn, wɛrdn
içh mȳd.
"Wenn ich ein paar Absätze gelesen habe, werde ich müde."
HT
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scherzhaft:
Lɛs mȉʳ
di Zaidung nìt gánz aus, içh will sı āuch
noch lɛsə.
"Lies mir die Zeitung nicht ganz aus (nimm den Text nicht heraus), ich will
sie auch noch lesen'
HT
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Lɛ̄s
dɛsˬəmål, dɛs kʰánn dɔch nìt štimmə, wás dȧ štēd. Dɛʳ hȧd siçh bəštimmd fərschrìƀƀə!
"Lies
das einmal, das kann doch nicht stimmen, was da steht. Der hat sich bestimmt
verschrieben."
HT
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Ableitungen
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V
Ǟhʳnlɛ̄sən
'Ährenlesen'
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V auslɛ̄sən
'auslesen'
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V Fɛððɛʳlɛ̄sċhəs
'Federlesen'
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V Kʰaʳtoffəllɛ̄sən
'Kartoffellesen'
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S Lɛ̄s 'Lese'
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V
ùfflɛ̄sən
'auflesen'
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V
yƀƀɛʳlɛ̄sən
PPP
'überlesen: leer gelesen'
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V
ymlɛ̄sən
'umlesen'
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S
əwɛgglɛ̄sən
'weglesen'
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Quellen
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