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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

schneiden

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schnaiðən Vst. 'schneiden'
Stammformen: schnaid, gəschnìððə
n

'mit einem scharfen Werkzeug abtrennen'

mit der Säge:

  1. Holzschnaiðɛʳ hȧd alls bai uns mid sáinə Bándsɛḡ Holz gĕschnìððə. "Der Holzschneider hat alls bei uns mit seiner Bandsäge Holz geschnitten.' HT

'mit einem scharfen Werkzeug verletzen'

  1. autsch / āutsch, jetz hȧn içh miçh geschnìððe! "Autsch, jetzt habe ich mich geschnitten!" HT

  2. Wáɳɳˬman siçh schnaidd, dŭd man blūðə. "Wenn man sich schneidet, tu man bluten." HT

ə Gəsiḩt schnaiðə 'eine bestimmten Miene machen'
ursprünglich wohl 'Holzmasken schnitzen'

  1. Schneidt des Mädche net e Gesicht, als wollt se die Palz vergifte? "Schneidet dieses Mädchen nicht ein (böses) Gesicht, als wollte sie die Pfalz vergiften?" (Text)

  2. hot e Gesicht geschnitte wie en Dibbe voll Deiwel "hat ein Gesicht geschnitten wie ein Topf voll Teufel (schmerzverzerrt)"  SchDa 144

  3. Fratzə schnaiðə "Fratzen schneiden (Grimassen machen)" HT

Redensart:

  1. siçh ins āiġənə Flāisch schnaiðə "sich ins eigene Fleisch schneiden" (Text)

 

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Datum: 1968-2008

Aktuell: 05.10.2011