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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

wachsen

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wáĉhsən stV: 'wachsen'
Stammformen: wáĉhse, wæchsśt [vekʃt]..., gewáĉhse

'groß werden'

  1. Unsɛʳn Hɛʳrgodd læssd dəiß de Schwánz nìt zu láng wáĉhsə... "Unsern Herrgott lässt der Geiß den Schwanz nicht zu lange wachsen..." (Text)

  2. Was waĉhse muß, schlägt aus. "Was wachsen muss, schlägt aus." ZSch 1

  3. Di ym wáĉhsə nìt in də Himməl. "Die Bäume wachsen nicht in den Himmel." (Auch der erfolgreichste Mensch kommt irgendwann an seine Grenzen.)  IT

  4. Klâinə Lͽyd hȧd Godd ɛʳschaffə und Bengəl wáĉhsə im Wáld. "Kleine Leute (Kinder) hat Gott erschaffen und Bengel (Stöcke / Flegel) wachsen im Wald." IT

  5. gäche de Bode waĉhse wie en Kuhschwanz "gegen den Boden wachsen wie ein Kuhschwanz" (Sinn?) HHM 17

'entstehen, sich entwickeln' (Pflanzenbewuchs)

  1. Wann endlich iwwer ebbs Gras gewachse is, doo kimmt e dummi Kuh un frisst's ab. "Wenn endlich über etwas Gras gewachsen ist, da kommt eine dumme Kuh und frisst es ab." HMSch 43

übertragen:

  1. Dummhaid und Štolz wáĉhsə ùff âinm Holz.  "Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz."

  2. Ìsd dɛs ùff dáinm āiġənə Mìšt gəwáchsə? "Ist das auf deinem eigenen Mist gewachsen?" (Text)

'einen Standort haben'

  1. Rōd Håʳ und Ɛʳləholz wáĉhsə ùff kʰâim gūðə Boððəm. (Text)

  2. Wánnˬdʊ dɔch wǣʳŝt, wō də Pʰɛffɛʳ wæĉhst! "Wenn du doch wärst, wo der Pfeffer wächst!" (Text)

  • Ableitungen

    • V auswáĉhsən 'auswachsen'

    • V ənáinwáĉhsən 'hineinwachsen'

    • S hɛ̄ʳwáĉhsən 'herwachsen'

    • V nåchwáĉhsən 'nachwachsen'

 

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Quellen

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Datum: 1968-2008

Aktuell: 26.01.2012