Startseite | Religion | Sprachwissenschaft | Logische Wissenschaft | Geschichte | Humanwissenschaft | Naturwissenschaft | Kulturwissenschaft | Kulturschöpfungen

Sprachen | Wörter | Grammatik | Stilistik | Laut und Schrift | Mundart | Sprachvergleich | Namen | Sprachecke

Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

weit

Email:

   

waid, Steigerung: waiðɛʳ waidśt 'weit'

'ausgedehnt'

'in großer Entfernung vom Betrachter aus' 18" a 19" a

  1. Wɛ̄ʳ lángsam raid, kʰmmd āuch waid. "Wer langsam reitet, kommt auch weit." (Text)

  2. Bainåh ìsd noch waid dɐfon.   "Beinahe ist noch weit davon (entfernt)." HT

  3. Der eß a nett weirer kumme als vum Kichedisch zum Abee. "Der ist auch nicht weiter gekommen als vom Küchentisch zum Abort." (hat noch nichts von der Welt gesehen) (Text)

  4. Içh gēn waiðɛʳ wi miçh máinin trâğə. "Ich gehe weiter, als mich meine Beine tragen. (Ich halte diese Verhältnisse nicht mehr aus). EK

fón waiđəm 'von weitem, aus großer Entfernung'

  1. Wánn di Tántə mid ìʳm Prœtzċhə kʰummə ìsd, hạd man sı schón fón Waiðəm gehœ̄ʳd. "Wenn die Tante mit ihrem Prötzchen (Gogomobil) gekommen ist, hat man sie schon von Weitem gehört." HT

  2. scherzhafte Tautologie: Dɛs sīhd fón waiðəm gánz endfɛʳnd aus. "Das sieht von Weitem ganz ertfernt aus." HT

'geräumig'

  1. Un jed verdientes Gröschje, Soll in ehrn weite Sack. "und jedes verdiente Gröschchen soll in ihren weiten Sack." GHK 42a

  • Ableitungen

    • V sowaid 'soweit'

    • S waiðɛr (Adv.) 'weiter'

    • S Waiðing 'Weiting'

 

Sie benötigen die Schriftart Times New Roman 5.01

Quellen

Zeichen

nach oben

Übersicht

 

 

 

Datum: 1968-2008

Aktuell: 11.11.2011