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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

wann

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wánn 'wann'

Fragepronomen 'wann'

dánn und wánn 'mitunter'

  1. Erlaub mer nore dann un wann Mei Gläsche Wei zu petze. "Erlaube mir nur dann und wann mein Gläschen Wein zu pfetzen (trinken)." BongGel 73

Konjunktion 'wenn'

zeitlich: 'zu welcher Zeit, sobald' 18" a

  1. Wánn di Kʰatz nìt dɐhâim ìsd, dánzə di Mays ùffˬəm Disch ərym. "Wenn die Katze nicht daheim ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch herum." (Text)

adversativ

  1. Wann er im Frühjahr gern Bickelcher spielt, so leßt er doherngeje im Herbst sein Drach steije. "Wenn er im  Frühjahr gern Bickelchen (mit Murmel) spielt, so lässt er dahingegen im Herbst seinen Drachen steigen. RSchDH 1,60

konditional: 'unter der Bedingung, dass'

  1. Wann Fillibb der Großmietige odder sei Soh', deß Schorschje, vun ihrne Postamente erunner gehibbt weer'n... "Wenn Philipp der Großmütige oder sein Sohn Georg (beide Landgrafen) von ihren Postamenten heruntergehüpft wären..."! SchDa 159

  2. und wánn’s rundɛʳfælld, ìsd di Ūʳ kʰaputt. "und wenn's runter fällt ist die Uhr kaputt." (Text)

konzessiv: und wánn 'selbst wenn'

  1. Pʰungšt blaibd Pʰungšt, und wánn di Gāiß im Štall fərrɛckd. "Pfungstadt bleibt Pfungstadt, und wenn die Geiß im Stall verreckt." HT

Wunschpartikel: ach wann 'o dass doch'

  1. Ach wann de doch nor mit ganz Frankfort verwandt wärscht…  "Ach, wenn du doch nur mit ganz Frankfurt verwandt wärst…" (Text)

 

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Übersicht

 

 

 

Datum: 1968-2008

Aktuell: 05.10.2011