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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

werfen

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wɛrfə stV 'werfen'
Stammformen: wɛʳf, wiʳfśt, gəwɔʳfe

'durch Armschwung befördern, fliegen lassen'

  1. Wort, mer duhn de Fannschwanz eweck..., werf-en in die Mistkaut! "Warte, wir tun den Farrenschwanz (Ochsenziemer) weg, wirf ihn  in die Mistkaute." NTH 1,3

  2. wiʳfdˬənˬəm Gyckəl wȉððɛʳ’ś Bâin. "wirft ihn (den Stein) dem Gyckel wider's (gegen das) Bein." (Text)

  3. Wer  noch owwe werft, dem falle die Scherwe uff de Kopp. "Wer nach oben wirft, dem fallen die Scherben auf den Kopf. (Text)

  4. Då kʰymmdˬə Šty̏ʳmçhə und wiʳfd’s Wy̏ʳmçhə ... fóm Tʰy̏ʳmçhə.  "Da kommt ein Stürmchen und wirft das Würmchen vom Türmchen." (Text)

'schleudern und hart aufschlagen lassen'

  1. Äffçhə ... wiʳfdˬən wȉððɛʳn Pʰoštə. "Äffchen wirft ihn (den Sack Brotkrusten) wider den Pfosten."  (Text)

  • reflexiv:

    • 'einander mit etwas bewerfen'

      • Sprichwort

        • "Wer sich liebt, der neckt sich, und wer sich wirft, der sieht sich gern." 19" a

floskelhaft: 'rasch mit seinem Körper etwas tun'

  1. hot er sich erst noch emol in Posidhur geworfe "hat er sich erst noch einmal in Positur geworfen (Kleidung und Bart in Ordnung gebracht) SchDa 160

Redensarten

  1. Dɛʳ hȧd ə Āug ùff sı gəwèʳfə "Der hat ein Auge auf sie geworfen" (in sie verliebt) IT

  • Wendung: 'über Bord werfen' 18" a

  • Ableitungen

    • V ənùffwɛʳfən 'hinaufwerfen'

    • V wɛggwɛʳfən 'wegwerfen'

 

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Quellen

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Übersicht

 

 

 

Datum: 1968-2008

Aktuell: 19.11.2011