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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Südhessisch

wollen

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wollə uV: 'wollen'
Stammformen: will, willlt, will, wollə, wolld, wollə; Impf. wolld, PPP gəwolld

'entschlossen sein etwas zu tun'

  1. Ɛʳ hȧd allə Bildɛr ábgəmâchd, wailˬɛʳ waißə wolld "Er hat alle Bilder abgemacht, weil er weißen (tünchen) wollte." HT

  2. Wetterregel: Də April machd, wásˬɛʳ will "Der April macht, was er will" (wechselhaftes Wetter, das dauernd umschlägt). HT

'selbst entscheiden'

  1. Içh sáin máin āiġənə Hɛʳʳ und kʰánn dūn und lȧssə, wásˬiçh will. "Ich bin mein eigener Herr und kann tun und lassen, was ich will." HT

'begehren'

  1. Dann die wollte... Uff de Erd schun en Engel mit Fliegel sei "Denn sie wollten auf der Erde schon ein Engel mit Flügeln sein" SchDa 22

... zu haben'

  1. Wáɳɳˬmanˬ’m Dͽyƀəl də klâinə Fingɛʳ giƀd, willˬɛʳ glaiçh di gánz Hánd. "Wenn man dem Teufel den kleinen Finger gibt, will er gleich die ganze Hand." (Text)

Hilfsverb: Ausdruck einer künftigen Möglichkeit

  1. Əs sīhd aus, als wolld's Rɛġġə gɛƀƀə "Es sieht aus, als wollte es Regen geben (würde es bald regnen)". HT

 

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Quellen

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Datum: 1968-2008

Aktuell: 19.12.2011