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Überlieferung
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Bacenis
Caesar BG 6,10,4f
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silvam
ibi esse infinita magnitudine, quae appellatur
Bacenis; hanc longe introrsus pertinere et pro nativo muro
objectam Cheruscos ab Suebis Suebosque ab Cheruscis iniuriis
incursionibusque prohibere. = (Am Rand des Suebischen Gebiets)
liege ein unermesslich großes Gebirge namens Bacenischer Wald. Dieser
erstrecke sich weit ins Innere und schütze, gleichsam wie ein
natürlicher Schutzwall vorgelagert, die Cherusker vor den Sueben und
ebenso die Sueben vor Gewalttaten und Angriffen der Cherusker.
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Buconia
Gregor 2,40
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Cumque
ille egressus de Colonia civitate, transacto Rheno, per
Buconiam silvam ambulare disponeret
= Als er aus der Stadt Köln kam und über den Rhein setzte, hatte er vor,
im Buconia-Wald herumzuschweifen
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Boconia
Urkunde 22.04.810
Lage
Der Name haftet heute an Osthessen, der Gegend
um Fulda, bezeichnete aber noch bei Gregor ein viel größeres Gebiet, das man
von Köln aus bequem erreichen konnte und galt bei Caesar als natürliche
Grenze zwischen Sueben und Cheruskern. Sueben sind bei Caesar eher die nach
Südwesten vorgedrungenen Völker als die an der Elbe.
Damit könnte die Buchonia identisch sein mit dem
Melibokos-Gebirge, das das
Gebiet der Chamaven und Cherusker begrenzte - der nördliche Teil des
Mittelgebirges.
Namensdeutung
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Form
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Der Name wird heute auf die 'Buche'
gedeutet, dann sollte man aber erwarten keltisierend
*Bāg- > germ. *Bôk-
> deutsch *Buoch-,
Būch-. Stattdessen ist /a > u > o/
überliefert, das sieht eher aus wie ein die Schwundstufe eines Vokals,
der im Lateinischen und Keltischen <a> geschrieben wird, im Germanischen
<u> und vor /o/ zu /o/ umgelautet wird (vgl. Burg
/ geborgen).
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Auch in Ptolemaios' Μηλίβοκον
Mēlíbokon hat das zweite
Glied einen kurzen Vokal. Das sieht aus wie die Abtönstufe, die im
Germanischen /a/ gab.
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Bedeutung
Der Name ist offensichtlich germanisch,
nicht keltisch.
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Schriftart
ARIAL UNICODE MS. |