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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Mainz

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Überlieferung

  • lat. seit Tacitus Mogontiâcum

  • mlat. auch Magontia, Maguntia, Magantia, Magentia
    Die beiden kurzen /o/ wurden im Germanischen zu /a/. Der zweite, unbetonte Vokal wurde zum Murmellaut, der unterschiedlich geschrieben wurde.

  • griech. Ptolemaios Μοκοντίακον Mogontíakon
    Die Schreibung mit /k/ soll die harte Aussprache des Konsonanten gewährleisten. Der Akzent entspricht den griechischen Regeln, nicht der tatsächlichen Aussprache.

    • aus der Kurzform: 6er-Jh. Magáncia, 12er-Jh. Megenze

    • mit elidiertem oder [j] gesprochenem /g/:
      1322 Maentze, 1362 Meintz, ab etwa 1550 Mainz

    • mit Pfälzer Monophtongierung von [ai]:
      1346 Mêncze, 1494 Mentz, mda. Mɛ̄inz, Mēinz

  • germ. *Májɘnza > frz, Mayence

Form

Die keltische Anfügung -ācos, lat. -ācus macht aus Personennamen (niemals Götternamen) Adjektive, die mit Wörtern für 'Siedlung' verbunden sind, z.B. Ammatiacus fundus 'Landgut des Ammatius'

Erklärung

  • also: Mogontiacus (vicus) 'Dorf des Mogontius'

  • PN Mogontios < GN Mogons

    • Part. Pass. *mŏgonts 'der groß seiende'

      • < kelt. *magos, *mogos < idg. *meƺ- < japhet. *më- 'groß'

 

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Übersicht

 

 

 

Datum: 2007

Aktuell: 29.05.2011