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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Siedlungsnamen zwischen Rhein, Main, Neckar und ItterLautgeschichte
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3. Rückschlüsse auf die gesprochene Sprachec) Mitlaute: Verschluss- und ReibelauteDas ARhfr hat die 2. Lautverschiebung nur in ihren Anfängen (4-er / 5er-Jahrhundert) mitgemacht und ist ansonsten bei der germanischen Lautung geblieben. Die 2. Lautverschiebung ging vom Oberdeutschen aus und wurde im Alemannischen am weitest gehenden durchgeführt (kind > chind). Die Bevölkerungsbewegungen im 4-er und 5er-Jh. (Burgunder und Franken) haben die lautliche Weiterentwicklung in Südhessen unterbrochen. Die Lautverschiebung blieb hier in ihren Anfängen stecken.
Die Verschiebung der gespannten Verschlusslaute lässt sich erklären als Folge einer scharfen Behauchung: tand = *[thand] > *[tþand] > [tśant] > zahn makôn = *['makhoːn] > *[makxoːn] > [maxoːn] > machen pund = [phund] > [pfunt] = pfund, vgl. bairisch b'hüet di = [pfüedi] 'Behüt dich Gott' <Ch> wurde im Lateinischen nicht wie [x], sondern als behauchtes /k/, später wie gewöhnliches <c> gesprochen: lat. brachium [brakhiû > bratçiũ] > *brachilum [bratçilũ] > dt. brezel. Die deutsche Schreibung <ch> = /x/ lässt sich nur so erklären, dass diese Buchstabengruppe zunächst wie im Lateinischen als stark behauchtes /k/ = [kh], später als nachgeriebenes [kx] gesprochen wurde. Bei der Aussprache neuerer Fremdwörter ist eine merkwürdige Unsicherheit festzustellen: Gespannte Laute werden entspannt und umgekehrt. Das lässt sich einerseits wohl damit erklären, dass der kaum schreibkundige Mundartsprecher das Fremdwort nur mündlich kennen lernte und daraus eine falsche Hochlautung erschloss. Andrerseits werden in den romanischen Ursprungssprachen der Fremdwörter die gespannten Laute ohne Hauch gesprochen, so dass sie sich anhören wie die mundartlichen entspannten Laute:
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[1] Alt-mda. hieß der Vogel gauch. |
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Datum: 1995 / 2005 Aktuell: 20.12.2010 |
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