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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Familiennamen

Knechtel, Knechtl, Knehtl

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Kneht war die im Mittelalter übliche Schreibweise von Knecht. Man schrieb in Süddeutschland allgemeint <ht> für heutiges <cht>.

Knechte und Mägde waren ursprünglich Kinder oder Jugendliche. Da man diese nur zu Hilfsdiensten heranziehen konnte, entstand die Bedeutung 'abhängig Beschäftigte'.
Worin die Beschäftigung bestand, war natürlich ganz verschieden und der sich daraus ergebende soziale Status ebenso: Er reichte vom Sklaven bis zum Minister, je nachdem, wem man diente und wie hoch man in der Ämterhierarchie gestiegen war. Ein Bauernknecht konnte es kaum zum Minister schaffen, dafür vielleicht aber auf einem großen Hof zum Großknecht 'Vorarbeiter', dem die Kleinknechte unterstanden.

Man sollte annehmen, dass dieser Name im Mittelalter entstanden ist. Aus dieser Zeit sind folgende Bedeutungen überliefert: 'junger Mann; Junggeselle, Krieger (englisch knight 'Ritter', Kriegsknecht, Landsknecht), Held, Leibeigener, Geistlicher (Gottes Knecht), Lehrling, Geselle, Bergknappe'.

Knehtelin, knehtel war entweder ein 'kleiner Junge' oder ein Knecht auf der untersten Stufe. Vielleicht bezog sich die Verkleinerung auch auf die Körpergröße.
Knehtl w
ar also entweder ein Spitzname ('Bübchen, kleinwüchsiger Arbeiter') oder eine Standesbezeichnung ('Hilfsarbeiter, geringfügig Beschäftigter') – wobei es da natürlich auch auf die Art der Anstellung ankam.

   

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Datum: 2005

Aktuell: 14.07.2006