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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Völker-, Länder- und GruppennamenSachsen, Chauci |
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GeographieSachsen ist so groß, dass in Deutschland nicht genug Platz dafür ist:
Sachsen = DeutscheWahrscheinlich durch die sächsischen Könige (919-1024 von Heinrich I. bis
Heinrich II.) wurde das neu konsolidierte Deutschland in Südosteuropa
bekannt (z.B. durch die Ungarnkriege). Die Bezeichnung Sachsen
'Deutsche' scheint dort im Mittelalter gebräuchlich gewesen
zu sein, auch wenn sich später slawisch Немец
Ńemec oder romanisch Germania in ganz Osteuropa durchgesetzt
haben. Sachsen = EngländerIn den modernen keltischen Sprachen dagegen sind mit Sachsen die angel"sächischen" Engländer gemeint:
Sachsen in SiedlungsnamenEs finden sich in Deutschland oft Stammesnamen in Siedlungsnamen außerhalb des eigentlichen Siedlungsgebietes, z.B. Baiersbronn im Schwarzwald, verschiedene Dürkheim > *Thüringheim in Reinhessen und der Pfalz. Sie wurden wohl von ausgewanderten Stammesangehörigen gegründet. Bei den mit Sachsen- zusammengesetzten Namen (z.B. Sachsenhausen bei Frankfurt, ahd. Sahsenheim bei Weinheim) könnte auch der
Die Sachsen schrieben sich während des ganzen Mittelalters Sassen. Ihr Name wurde genauso ausgesprochen wie sâzen 'Siedler'. Die Sachsen-Orte bei Weinheim heißen im Volksmund heute noch <Saaße>. GeschichteDie Sachsen werden schon im 1er-Jahrhundert von Ptolemaios als Σάξονες
Sáxones (mit kurzen Vokalen) erwähnt. Sie wohnten rechts der Elbe
zwischen den Chauken (links der Elbe) und kleineren Stämmen auf der
Jütischen Halbinsel. Sie erweiterten ihren Herrschaftsbereich in den
folgenden Jahrhunderten nach Westen, was zu Konflikten mit den Franken
führte, die ihren Höhepunkt und Abschluss in den Sachsenkriegen Karls des
Großen fanden (772-804). Seitdem ist dieses Volk fest in Deutschland
integriert und stellte seit 919 nach dem Ende der Karolinger das erste
deutsche Königsgeschlecht. Erklärung des NamensDie Sachsen haben sich angeblich nach ihrer Waffe, ahd. sahs benannt [1] und beteten einen Gott Saxnot 'Sachsgenosse' (mit kurzen Vokalen) an, der im Sächsischen Taufgelöbnis als einer der Hauptgötter genannt wird.
Der Sachs war keine typisch sächsische Waffe, sondern gehörte zur Ausrüstung eines germanischen Kriegers. Da aber Ableitungen mit -s [2] im Germanischen nicht mehr produktiv sind, gibt es keine andere Möglichkeit, den Sachsen-Namen aus dem Germanischen zu erklären. Die Chaucilebten im 1er-Jahrhundert (Ptolemaios) zwischen Ems und Elbe, also im heutigen Niedersachsen. Ihr Name
setzt wohl ein germ. *Ħauḣōs ['xauɣo:s] voraus.
Der Name bedeutet wohl
Der Name meint vielleicht weniger die Körpergröße oder den sozialen Rang der führenden Schicht als vielmehr die Landschaft, in der die Chauken wohnten: Sie wohnten in der Marsch auf künstlichen Hügeln (ahd. houg, anord. haugr < *ħauḣaż [xau'ɣaz] Hügel', heute Warften oder Wurten genannt). [3] |
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[1] Auch die Cherusci wurden nach ihrer Waffe benannt.
[2] z. B.Fuchs, Dachs, Flachs, Lachs, Wachs, Wuchs, Achse
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Datum: 2005 Aktuell: 08.12.2011 |
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