Befund
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germ. *ansiż
'Gott' P48
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anord.
áss, Pl. ǽsiʀ 'Ase, Art Gott'
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run. asuʀ
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adän. ąus
(Runenname), Krause Runen 28
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aengl. ós,
Pl. ésa 'Gott', auch Runenname'
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got. PN
Ans-
Jordanes 13,18 non puros homines, sed semideos id est Ansis vocaverunt =
(Die Goten) nannten (ihr ruhmreichen Vorfahren) nicht bloß Menschen,
sondern Halbgötter, das heißt Ansis.
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asächs.
Ās-, Ōs- (PN)
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ahd. Ans-
(PN)
Theorien
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P48 kreiert
mit
*ansu 'Geist, Dämon' einen Stamm, der Teile von
*ẖésus
'Lebenskraft, Gott' und
*ḫensu-
'Herr' vereinigt.
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zu idg.
*ẖésus
'Lebenskraft, magische Kraft, Gott'
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zu
noach.
*ḫensu-
'Herr'
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zu germ.
*ansaż 'Balken' (Grimm, Mythologie 20)
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zu
noach.
*han- 'wohlwollen'
Diskussion
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Form:
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Jordanes
ansis könnte sein:
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lat.
Singular
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got.
Singular wäre nach Ulfila *ans (reiner Stamm wie bei drus 'Fall,
Stamm-Heyne 346 A 4) oder *ansus
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got. Plural
wäre nach Ulfila *ans > *anseis = -īs oder *ansus > ansjus
Der Kontext
lässt einen Pl. erwarten. Man sollte
also vom Pl. ansis = *anseis auf einen Sg. *ans schließen.
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Anord. áss /
ǽsir kann nur < Ansis / Ansīs sein,
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Im Anord.
hätte ansuż > ǫ́ss / ǫ́ser ergeben.
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Im Anord.
wurde die Endung nach -s nicht zu ʀ, sd blieb erhalten.
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Run. asuʀ
kann nur der Sg. < *ansuż sein.
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Aengl.
Pl. ésa weist nach der Endung auf *ansuż, nach dem Umlaut aber auf *ansiż,
das wohl die älteste Form ist.
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Fazit
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Für einen
u-Stamm sprechen: run. ansuʀ, aengl. Endung von ésa
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Für einen
i-Stamm: Jordanes ansis, anord. áss / ǽsir, aengl. Umlaut von ésa
also:
eher -is als -us
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Herkunft:
Erklärung
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