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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Apostroph und AkzentSprachecke in den Echo-Zeitungen |
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Der Apostroph, früher Auslassungszeichen genannt, (' ’) befindet sich auf der Computertastatur rechts neben dem ä und wird manchmal mit den Akzenten (´ `) verwechselt, die rechts neben ß stehen. Der Akzent ist ein kleiner Schrägstrich, der Apostroph dagegen ein kleiner senkrechter Strich oder ein Häkchen. Apostrophe stehen hinter den Buchstaben, Akzente darüber. Im Deutschen gebrauchen wir den Apostroph in zwei Fällen: 1. als Auslassungszeichen für ausgefallene Buchstaben oder Wortteile Der Apostroph steht an Stelle eines ausgefallenen e, und zwar regelmäßig, wo das Pronomen „es“ zu „’s“ wurde: „Bist du’s?“ statt „Bist du es?“ In den süddeutschen Mundarten lautet der bestimmte Artikel oft „de, es, em, en“ (statt „der, des, dem, den“) und „es“ statt „das“. In mundartnahen Texten schreibt man für den neutralen Artikel „'s“ („schau im Traum 's Paradies“) mit Apostroph. Wird dagegen dieser Artikel fest mit einer Präposition verbunden, steht kein Apostroph („im Haus, ins Haus“). Die Unterscheidung der beiden Fälle ist ganz einfach: Mit Apostroph steht s für „es“, ohne dieses Zeichen für „das“. Der Apostroph braucht in vielen Fällen nicht zu stehen, wenn in der Hochsprache e oder ein anderer Vokal steht: „Lass unsre trocknen Tücher da“ statt „Lasse unsere trockenen Tücher da“. Wenn es aber Missverständnisse geben könnte, muss das Auslassungszeichen gesetzt werden: „Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll“ (Vergangenheit), aber „rauscht“ (Gegenwart). Der Apostroph steht schließlich auch bei Abkürzungen im Wortinnern: „Ku’damm“ statt „Kurfürstendamm“. Wenn „-s“ Zeichen des Genitivs oder Plurals ist, steht in der Regel kein Apostroph: „Georgs Auto, Irmas Haus, die Buddenbrooks“. Stehen muss er dagegen bei Namen, die mit einem Zischlaut enden: „Johannes’ Hut, Marx’ Werke, Franz’ Hemd“. Er kann außerdem stehen, wenn die Namensform nicht eindeutig ist: „Andrea’s und Andreas’ Haus“ (Haus der Andrea und des Andreas). Anders wird dieses Zeichen im Englischen verwendet, dort steht es regelmäßig beim Genitiv, und zwar im Singular vor dem s und im Plural danach: „the worker’s house“ ‚das Haus des Arbeiters’ – „the workers’ houses“ ‚ die Häuser der Arbeiter’. Die Akzente stammen aus dem Griechischen und waren ursprünglich Betonungszeichen: „patêr“ ‚Vater’, betont auf dem langen e – „páter!“ ‚Vater!’ (als Anrede), betont auf dem kurzen a. In anderen Sprachen deuten sie wie unsre Umlautzeichen Unterschiede in der Aussprache an und heißen daher auch „diakritische (unterscheidende) Zeichen“. Die wichtigsten dieser Buchstabenzusätze sind unsere Umlautzeichen (die Punkte auf ä, ö, ü), der Akut (´) in französisch „blé“) ‚Getreide’(sprich bleh, der Gravis (`) in französisch „mère“ ,Mutter’(sprich mähr), der Zirkumflex (^) in französisch „même“ ‚selbst’ (sprich mähm, deutet ausgefallene Buchstaben an) und die Tilde (˜) in portugiesisch „são“ ‚heilig’ (sprich sau mit nasaliertem a). |
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Datum:12 10..2004 Aktuell: 24.12.2009 |
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