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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Ergänzungen zur Sprachecke vom 02.03.2010 |
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Ich hatte versuchsweise ein Wort verunlichen gebildet, das scheinbar nur aus Bausteinen, ohne sinntragendes Element besteht. Wo dieses fehlt, muss eine der Silben in der Mitte die Bedeutung angeben. Das wäre un als Zeichen der Verneinung: unartig 'nicht artig'. -lich kennzeichnet eine Eigenschaft (wirklich), ver…lichen 'diese Eigenschaft verursachen' (verwirklichen 'wirklich machen'). Unlich könnte also 'negativ' bedeuten, verunlichen 'verneinen, ins Gegenteil verwandeln'. Im Englischen gibt's unlich tatsächlich in der Lautform unlike 'ungleich'. Verunlichen wäre dann 'to make unlike, ungleich machen'.
Tatsächlich nur aus Bausteinen zusammengesetzt ist
Ungetüm 'etwas außergewöhnlich
Großes, Massiges'. Voraus gehen mundartliche Formen wie bairisch
untüem 'ungewöhnlich auffallend, sehr'
und das einfache tum 'sehr 'viel'.[1]
Un- ist hier keine Verneinung, sondern
Verstärkung wie in Unwetter 'Wetter, und
was für eins!', Untier 'eine richtige
Bestie'. Ge-
drückt aus, dass ein Ungetüm etwas zwar Großes, aber nicht Unendliches ist:
ein riesiges Tier, ein großer Gegenstand.
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Datum: 09.03.2010 Aktuell: 02.03.2010 |
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