|
Startseite | Religion | Sprachwissenschaft | Logische Wissenschaft | Geschichte | Humanwissenschaft | Naturwissenschaft | Kulturwissenschaft | Kulturschöpfungen Sprachen | Wörter | Grammatik | Stilistik | Laut und Schrift | Mundart | Sprachvergleich | Namen | Sprachecke |
||||
|
Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Amazonen: Weiber wie HyänenSprachecke in den Echo-Zeitungen |
Email:
|
||
|
|
"Da werden Weiber zu Hyänen und treiben mit Entsetzen Scherz. Noch zuckend mit des Panthers Zähnen zerreißen sie des Feindes Herz." Schiller beschreibt 1799 in seinem "Lied von der Glocke" die Schrecken der französischen Revolution (1789). Die Frauen von Paris hatten einen Aufstand gemacht, weil es kein Brot gab und den König gezwungen, für Abhilfe zu sorgen. Das war nur ein kurzes Vorspiel der eigentlichen Revolution, bei der sich die Männer wie Hyänen und Panther gebärdeten.
Im Altertum soll es aber tatsächlich Frauen
gegeben haben, die zu Schwert und Bogen griffen, sich aufs Pferd schwangen
und auf Eroberungen auszogen: die
Amazonen. Sogar Athen sollen sie
belagert haben. Die Griechen waren entsetzt. Phantasien von Männern, die
Frauen verachteten und sich insgeheim doch eine starke, gleichwertige
Partnerin wünschten? Oder eine Sage mit einem wahren Kern? In der
osteuropäischen Steppe hat man Frauengräber gefunden, die nicht nur Schmuck,
sondern auch Waffen als Beigaben enthielten.
Der Name dieser Kriegerinnen lebt fort in dem des Amazonenstroms, portugiesisch und spanisch Rio Amazonas. Der Name kommt daher, dass die spanischen Eroberer 1542 auf diesem Strom von Indianern angegriffen wurden, die unter dem Kommando von "Amazonas" standen. Das waren wohl keine hauptberuflichen Kriegerinnen, eher weibliche Stammesoberhäupter, die auch während der Kampfhandlungen das Sagen hatten. Ob das bei den antiken Amazonen genauso war? Oder gab es dort eine Wehrpflicht auch für Frauen? |
|||
|
|
|
Datum: 21.09.2010 Aktuell: 27.09.2010 |
||