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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und AntwortenSchulanfänger |
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Frage: Ich hätte gern die Bedeutung und Herkunft der Ausdrücke I-Dotz (I-Dotz-Kaffeeklotz; I-Dötzchen-Kaffeklötzchen) und ABC- Schütze gewusst. |
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Meine Antwort: i-DotzDer Ausdruck war mir überhaupt nicht geläufig, mit vieler Mühe fand ich heraus, dass er ursprünglich 'i-Tüpfelchen' bedeutet, also etwas Winziges, und den Schulanfänger bezeichnet. Bei uns in Hessen sagt man zu beidem i-Düppelche. Dotz scheint verwandt zu sein mit Luthers Tüttel in derselben Bedeutung. Tüttel verhält sich zu Tüpfel wie Knüttel zu Knüppel. Zu ahd. topfo 'Punkt'. Verwandt sind tupfen und stupfen 'leicht mit den Fingern berühren'. Kaffeeklotzist ein nichts sagendes
Reimwort in dem Sportvers, vielleicht in Anlehnung an Kaffeeklatsch
und Klotz 'unbearbeitetes Stück Holz". Es wird auch schwer sein, ein
sinntragendes Reimwort auf -otz zu finden, mit dem man einen
Schulanfänger verspotten kann.
Abc-Schützebedeutet ebenfalls 'Schulanfänger'. Das Wort kommt aus der mittelalterlichen Schülersprache. Lateinisch tiro war der militärische 'Rekrut' und im weiteren Sinn ein 'Anfänger, Neuling, unerfahrener Mensch'. Dieses Wort hat man fälschlicherweise in Zusammenhang gebracht mit französisch tirer 'ziehen (den Bogen spannen, den Abzug drücken, daher:) schießen', das damit nichts zu tun hat und mit deutsch zerren verwandt ist. Daher das Wort Schütze. - Ich glaube nicht, dass die moderne unterste militärische Rangstufe Schütze etwas damit zu tun hat. Der moderne Schütze ist ein Soldat, der schießen gelernt hat, also kein Neuling mehr ist. |
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Datum: 2004 Aktuell: 17.12.2010 |
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