|
Startseite | Religion | Sprachwissenschaft | Logische Wissenschaft | Geschichte | Humanwissenschaft | Naturwissenschaft | Kulturwissenschaft | Kulturschöpfungen Sprachen | Wörter | Grammatik | Stilistik | Laut und Schrift | Mundart | Sprachvergleich | Namen | Sprachecke |
||||
|
Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und Antwortenunverhofft oder unerwartet? |
Email:
|
||
|
Frage: Anfrage zum Wort
unverhofft: es taucht manchmal im Zusammenhang mit
Ereignissen auf (jemand ist "unverhofft" verstorben / man begegnet jemandem
"unverhofft"). |
||||
|
Meine Antwort: Ihr Gefühl trügt Sie nicht:
Unverhofft kommt etwas, was man nicht zu hoffen oder zu wünschen gewagt
hat. Die Todesanzeige "unverhofft gestorben" liest sich, als käme der
Todesfall den lachenden Erben oder dem überdrüssigen Partner gerade recht.
Hoffen, erhoffen hat immer etwas Gutes zum Inhalt,
erwarten aber auch:
Man sagt zwar: "Meine Tochter erwartet ein Kind" oder "ich erwarte Besuch",
aber nicht "ich erwarte einen Einbrecher" oder "Opa erwartet seinen zweiten
Herzinfarkt." Darauf warten wir nicht, sondern werden davon unerwartet überrascht. |
|
|||
|
|
|
|
Datum: 2004 Aktuell: 12.11.2011 |
|