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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und AntwortenVergasung |
Email:
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Frage: In einem Disput ergab sich die Frage, ob die Redensart „etwas bis zur Vergasung" getan zu haben, schon vor der Zeit von NS-Verbrechen (Holocaust, Euthanasie etc.) im umgangssprachlichen Gebrauch war. (z.B.: „Ich habe den Fehler bis zur Vergasung gesucht"). - Ich hatte bereits einen Emeritus der Technischen Universität Darmstadt aufgrund seines Alters (Jahrgang 1915) befragt. Er antwortete mir, dass diese umgangssprachliche Redewendung bereits von seinem Vater häufig verwendet worden sei. - Ich glaube, dass diese Redensart nichts mit der NS-Zeit zu tun hat und auf der gleichen Ebene liegt wie „Er hat mich zur Weißglut gebracht". |
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Meine Antwort: Es gibt drei Deutungen:
Dass auch Chemiestudenten genannt werden, spricht nicht dagegen. Wie viele
wurden direkt von Gymnasium an die Front geholt und konnten erst in den
Zwanzigerjahren studieren! – Ich habe leider keine Möglichkeit, den
Sprachgebrauch an zeitgenössischen Quellen nachzuprüfen, glaube aber gern,
dass der Vater Ihres Emeritus schon früh diesen Ausdruck verwendet hat. |
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Datum: 2003 Aktuell: 11.03.2010 |
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