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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und AntwortenSiebensachen |
Email:
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Frage: Können Sie mir sagen, was die "sieben Sachen" sind, die man packen soll? |
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Meine Antwort: So rein gefühlsmäßig würde ich sagen: „Sieben“ ist
Ich stelle mir das so vor, wie in einer Redensart, über die wir in unsrer Jugend gelacht haben und die ich immer noch verwende: „mein Stock, mein Schirm, mein Hut, mein Gesangbuch und mein Gebiss.“ Das sind nur 5 Sachen, aber auch da hat Opa (oder Oma?) eine Merkliste zusammengestellt, was alles in die Kirche mitzunehmen ist. Ähnlich in dem Kinderlied“ „Back, backe Kuchen“: Da sind die 7 Sachen aufgelistet – keine unübersichtliche Menge von Zutaten, sondern eine begrenzte Anzahl, die man an den Fingern abzählen und sich daher gut merken kann. Auch in der Einleitung zum Struwwelpeter komm das Wort vor:
Wahrscheinlich war das nur ein Notbehelf, weil „Spielsachen“ für den Reim zu kurz war. Aber wenn ich an die Zeit denke, als unsre Kinder klein waren: Was gab’s doch für einen Ärger mit dem Aufräumen! So eine unübersichtliche Menge von Bauklötzen, Playmobil-Figuren …! Es wäre unsern Kindern vielleicht leichter gefallen, wenn sie sich klar gemacht hätten, dass das nicht tausend, sondern bloß „sieben Sachen“ oder noch nicht mal so viele waren, eben Bauklötze in den Kasten, Playmobil in den Eimer… Das müsste doch zu schaffen sein! Grimm hält in seinem Wörterbuch (1905) „Siebensachen“ für einen verächtlichen Ausdruck für ‚ein paar Habseligkeiten, wertlosen Plunder’. Dem kann ich nicht ganz folgen. Denn wenn ich die einzelnen Belege ansehe, dann kommt die Redensart ziemlich oft im Zusammenhang mit einer Aufzählung: „a, b, c, d … und was dergleichen Siebensachen mehr sind“. Das bestätigt meine Vermutung, dass es ursprünglich um eine Art Checkliste ging, damit man nichts vergaß. |
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Datum: 2005 Aktuell: 24.12.2009 |
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