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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und AntwortenTeekessel-Raten |
Email:
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Frage: "Teekesselchen raten", bitte woher kommt dieses Spiel und weshalb dieser Name? |
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Meine Antwort:
Die
Spielregel des Teekesselspiels ist, dass man gleichlautende Wörter raten
muss. Einer fängt an: "Auf mein Teekesselchen kann man sich setzen" – ein
anderer: "in meinem Teekesselchen kann man sitzen." (Sitz-Bank und
Bank-Gebäude). Wie kommt man gerade auf diesen Namen? Ich kann mich an ein Spiel entsinnen, das wir in unsrer Jugendgruppe (1950er-Jahre) oft gespielt haben. Offiziell heißt es Pantomime (man muss eine Tätigkeit vorführen und die anderen müssen raten, was das sein soll). Wir nannten es Kinderwickeln, weil es mit dieser Tätigkeit bei uns eingeführt wurde. Andere Spiele wie "Schlappes hat den Hut verloren" sind benannt nach den Sätzen, die dabei gesprochen werden.
Grimm führt in seinem Wörterbuch "Theekessel" in den Bedeutungen
'Wasserkessel' und 'Dummkopf' auf, aber nicht das Spiel. Dieses wird also
erst nach dem Tod der Brüder Grimm (Mitte 18er-Jahrhundert) aufgekommen
sein. Ich vermute, dass es in einer Jugendgruppe entstanden ist.
Organisierte Jugendgruppen gibt es seit etwa 1880.
Das würde voraussetzen, dass die Bedeutung 'Dummkopf' bekannt war.
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Datum: 2006 Aktuell: 24.12.2009 |
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