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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und Antwortenwarten, -wärts |
Email:
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Frage: Als Bewohner der Straße "An der Warte" fallen mir die verschiedenen warten auf:
Sind diese
Begriffe alle miteinander verwandt? Wenn ja, wie? |
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Meine Antwort: Warten ist tatsächlich ein einheitliches Wort, Grundbedeutung etwa 'auf etwas achten, sich um etwas kümmern': "Der Wärter kümmert sich um die ihn anvertrauten Menschen oder Tiere, der Torwart behütet das Tor, der Mechaniker wartet die Autos, kümmert sich drum, der Kassenwart kümmert sich um die Finanzen, der Butler wartet dem Lord auf, bedient ihn, der Schneider desgleichen, präsentiert ihm die Rechnung. Von der Warte 'Wachtturm' aus hat der Wächter sich um das Land gekümmert, es beobachtet. Je höher die Warte, desto besser der Überblick, daher "von der hohen Warte". Die heute vorherrschende Bedeutung 'Ausschau halten nach einem zukünftigen Ereignis' ist relativ jung (eigentlich erwarten) und beißt sich manchmal mit der alten Bedeutung 'sich kümmern um': Der Torwart wartet nicht auf die Tore und der Kassenwart nicht auf die Kasse bzw. auf die nächste Buchung. -wärts dagegen kommt von "werden", das ursprünglich' sich in eine bestimmt Richtung wenden' bedeutet hat: "Die Kinder werden groß", sie wenden sich, entwickeln sich in Richtung auf Größe, man könnte sagen "sie wenden sich großwärts". "Der Weg wird steiler = er wendet sich aufwärts". |
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Datum: 2006 Aktuell: 09.02.2012 |
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