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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und AntwortenVorfahren, Nachfahren |
Email:
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Frage: Wieso gibt es Nachfahren und Nachkommen, aber nur Vorfahren und keine Vorkommen? |
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Meine Antwort: folgende gleichbedeutende Wörter sind bei uns in Gebrauch:
Beim Gegenteil von Nachkommen ist zu bedenken, dass die Vorfahren ja nicht kommen, sondern gegangen sind (wie bei Vergangenheit / Zukunft). Daher entsprechen sich:
Da Vorfahr eindeutig genealogisch zu verstehen ist, bietet sich Gegenwort Nachfahr geradezu an, ohne dass man damit der Sprache Gewalt antun muss. Das Wort -fahr hat natürlich nichts mit dem Auto zu tun, sondern hat noch die alte Bedeutung 'einer, der sich bewegt'. Mit diesem Wort sparen wir uns die Unterscheidung von kommen und gehen. Der Vorfahr ist der, der vor uns dahingefahren ist, der Nachfahr, der nach uns fährt . Zu Ahn fällt mir die Blut-und-Boden-Ideologie ein. Das Wort ist in meinen Ohren vorbelastet. Es hat außerdem den Nachteil, dass es in seinem ursprünglichen Sinn nur die noch lebenden ältesten Familienmitglieder bezeichnete, also Menschen, die bekannt sind, und nicht solche, nach denen Sie als Familienforscher suchen. Das dazugehörige Gegenwort ist noch enger begrenzt: Enkel ("Ähnkel"), eine Verkleinerungsform wie Hünkel zu Huhn. Meine Empfehlung also: Sagen Sie Vorfahr, Nachfahr . Beachten Sie bitte, dass das Wort in der Einzahl kein -e hat. |
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Datum: 2007 Aktuell: 15.10.2011 |
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