|
Startseite | Religion | Sprachwissenschaft | Logische Wissenschaft | Geschichte | Humanwissenschaft | Naturwissenschaft | Kulturwissenschaft | Kulturschöpfungen Sprachen | Wörter | Grammatik | Stilistik | Laut und Schrift | Mundart | Sprachvergleich | Namen | Sprachecke |
||||
|
Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und Antworten"Herr(n)" in der Briefanschrift |
Email:
|
||
|
Frage: Gelernt habe ich die Anrede "Herrn" in Briefen und auf Briefumschlägen. In letzter Zeit habe ich aber manchmal die Anrede "Herr", ohne -n , gelesen. Wie ist jetzt die richtige Anrede? |
|
|||
|
Meine Antwort: Dass das -n heute oft weggelassen wird, hat seinen Grund wohl in der elektronischen Datenverarbeitung. Da trägt man Name und Adresse in eine Tabelle ein, dazu auch die Anrede "Herr / Frau". Damit kann man nicht nur Umschläge adressieren, sondern auch den Datensatz in Briefe einfügen und auch Serienbriefe mit der Anrede "Sehr geehrter Herr / Sehr geehrte Frau" erstellen. Es ist zwar kein Problem, in der Anschrift noch ein -n an den "Herr" anzuhängen, aber da muss man wissen, wie es geht, und ohne -n ist es viel einfacher. Im Rechtschreibduden wird "Herrn" für die Anschrift verlangt, auch z.B. "Herrn Abgeordneten Schmitt". Da ist aber was im Umbruch, denn vor ein paar Jahrzehnten begann man die Anschrift ja noch mit "An Herrn", da hatte das -n einen Sinn und da ergab es sich von selbst, dass auch der "Abgeordnete" in -n brauchte. Wer das nicht mehr kennengelernt hat, für den ist nicht mehr einzusehen, warum man "Herrn" schreiben muss. Viele lassen die Anrede in der Anschrift auch ganz weg. |
|
|||
|
|
|
|
Datum: 2008 Aktuell: 24.12.2009 |
|