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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und AntwortenSchleifgrund, -rech |
Email:
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Frage: Bei uns im Aulenbachtal gibt es einige interessante Flurnamen. Was könnte Schleifgrund / Schleifrain im Bestimmungswort bedeuten? |
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Meine Antwort: Schleife war ein unbefestigter Weg oder auch nur eine Spur im Gelände, wo man etwas hinter sich hergezogen hatte, zum Beispiel geschlagene Baumstämme. Wenn man pflügen wollte, nahm man nicht immer den Wagen. Oft legte man den Pflug auf eine Gestell, spannte das Pferd davor und zog es auf den Acker. Das machte man auch mit anderen Lasten. Eine Schleife kann auch ein abschüssiger Weg sein, wo man die Wagenräder blockierte, so dass sie nicht rollten, sondern schleiften. Oder eine Art Rampe, mit der man vom Weg auf den tiefer gelegenen Acker kam. Und schließlich gibt es auch die Schleife bei einem Knoten, das gebogene Ende der Schnur, damit man den Knoten wieder leicht aufziehen kann. Das Wort kann daher auch eine Wegkrümmung bedeuten. Schleifgrund ist deutlich ein Tal, durch das ein Schleifweg führte. Ein Rain oder Rech ist im Odenwald ein niedriger und langgezogener Abhang zwischen terrassenförmig angelegten Äckern. Schleifrain könnte ein kurzer Verbindungsweg zwischen dem höheren und niedrigen Gelände sein. |
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Datum: 2008 Aktuell: 24.12.2009 |
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