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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und Antwortenfuchsen |
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Meine Antwort: Der Herr Fuchs braucht nicht beleidigt zu sein, wenn Sie sich "fuchsen". Aber wenn er die Ursache Ihres Ärgers ist, ist er natürlich dran schuld. Aber fuchsen oder ärgern tut man sich immer selber. Welche Vorstellung hinter diesem Wort steckt, ist unklar. Das Wort hatte früher eine sehr weite Bedeutung: 1. 'sich wie ein Fuchs benehmen (unzüchtig, schlau, betrügerisch)', 2. wie ein Fuchs aussehen (rot) oder riechen', 3. 'auf die Fuchsjagd gehen', 4. 'jemand plagen, hart behandeln', 5. 'sich oder jemand ärgern', 6. 'wie ein Fuchs "mopsen" oder "mausen" = heimlich stehlen'. 4. und 5. hängen eng miteinander zusammen und könnten zurückgehen auf die Fuchsjagd, bei der man den gefangenen Fuchs prellte, d.h. in die Luft warf und von den Hunden zerreißen ließ. Heute versucht man fuchsen zu erklären als "fucksen", zu fucken, 'hin und her fahren'. Man kann sich schon über einen Unruhegeist ärgern, wenn man sich auf etwas konzentrieren oder seine Ruhe haben will. Aber man kann doch nicht sagen, dass der Zappelphilipp einem "hart behandelt". Ich kenne fucken vielmehr in der Bedeutung 'stoßen, "bumsen, vögeln", betrügen'. Die beiden letzten Tätigkeiten sagt man auch dem Tier nach. "Hart behandeln" passt eher auf 'stoßen'. Böse Menschen gebrauchen ihre Ellenbogen und Fäuste. Aber auch da muss man mühsam einen Weg suchen zu dem Gefühl des Ärgers. Es ist wohl einfacher, man schiebt alles dem Rotrock in die Schuhe (falls er welche hat). Es kann einem schließlich auch fuchsen, wenn er mal wieder die Gans gestohlen hat. |
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Datum: 2011 Aktuell: 31.03.2011 |
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