|
Startseite | Religion | Sprachwissenschaft | Logische Wissenschaft | Geschichte | Humanwissenschaft | Naturwissenschaft | Kulturwissenschaft | Kulturschöpfungen Sprachen | Wörter | Grammatik | Stilistik | Laut und Schrift | Mundart | Sprachvergleich | Namen | Sprachecke |
||||
|
Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Sprachecke in den Echo-ZeitungenFragen und Antwortenguilt |
Email:
|
||
|
Frage: Ist das Wort Geld und engl. guilt verwandt? In meinen Internet-Quellen wird von guilt eine unbekannte Herkunft angegeben. Aber vom Wortklang und erst recht von der Sache her (Schuld = Schulden) ist es doch sehr naheliegend? |
|
|||
|
Meine Antwort: Geld und gelten sind Geschwister, Gilde (englisch guild) eine Kusine und Gold eine Nichte (Web).Aber engl . guilt 'Schuld'? Es geht zurück auf aengl. gylt 'Verbrechen, Sünde, Fehler, Geldstrafe'. Möglich ist ein Zusammenhang mit aengl. gieldan (Stammformen geald / golden) 'bezahlen, schulden', das ist engl. yield, das aber eine andere Bedeutung angenommen hat 'als Ertrag hervor bringen, übergeben, nachgeben'. Näher an der alten Bedeutung ist unser gelten.Gylt ist ein Verbalnomen mit derselben Ablautstufe wie das PPP golden (germ. guldan / guldiż), deswegen der Umlaut ü (geschrieben y). Da t ist Auslautverhärtung. Wir schreiben "Feld", sprechen aber [felt]. Dazu gab es auch im Aengl. Ansätze (felt neben dem regulären feld, heute field). Später hat man das wieder rückgängig gemacht. Bei gylt hat man wohl den Zusammenhang mit gieldan nicht erkannt und es beim t gelassen.Das bestätigt, dass Ihre Vergleich von guilt und Geld richtig war. |
|
|||
|
|
|
|
Datum: 2011 Aktuell: 15.12.2011 |
|