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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Münzen, Maße und Gewichte |
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a) Die mittelalterliche Markwährung |
Vor 1871 gab es in Deutschland weder eine
einheitliche Währung noch einheitliche Maße und Gewichte. 1. MünzenMaßgeblich für den Wert
des Geldes war ursprünglich der Metallwert, ausgedrückt in Gewicht. Als
Münzmetalle wurden verwendet Gold, Silber (gebräuchlich für die höheren
Werte) und Kupfer (für die niederen Werte).
Zahlen nach Frankfurter Börse 30.04.1981 / 18.03.2004 Ankauf a) Die mittelalterliche MarkwährungHier ist ganz deutlich, dass die Münzeinheiten ursprünglich Gewichtseinheiten waren. Die Werte sind keineswegs so einheitlich, wie es aus der folgenden Tabelle hervorzugehen scheint (Tabelle aus Minst, Lorscher Codex 1,12).
a) Die neuzeitliche GuldenwährungDie gebräuchlichsten Münzen waren im ganzen Reich:
Dazu vergleiche die Tabelle. Da der Gulden und die übrigen Münzsorten im Laufe der Jahrhunderte an Wert verloren hatten und da sie je nach Prägungsort ganz verschiedene Kaufkraft besaßen, herrschte auf dem deutschen Geldmarkt ein Durcheinander sondergleichen.
b) Die MarkErst zum 01.01.1875 wurde im ganzen Reich einheitlich die dezimale Markwährung eingeführt und bei der der Pfennig keine eigene Währung, sondern nur eine Untereinheit der Mark war: 1 Mark = 100 Pfennige. Dabei wurden 7 fl in 12 M umgetauscht. Nach dem 1. Weltkrieg und der Inflation wurde die Mark 1923 auf Rentenmark (RM, später Reichsmark gelesen) und diese nach dem 2. Weltkrieg auf Deutsche Mark (DM) umgestellt. Damals wurden 10 RM in 1 DM umgetauscht. 1982 hat die DM wiederum verschiedene Kaufkraft: 1 DM West = 0,24 DM Ost (Stand 06.07.1982) Nach der Wiedervereinigung (03.10.1990) galt im wiedervereinigten Deutschland die bisherige DM West. c) Der EuroZum 01.01.1999 wurde in Westeuropa der Euro zunächst als Buchwährung und ab 01.01.2002 auch in Münzen und Scheinen eingeführt. Dabei galt: 1 Euro = 100 Cent = 1,95583 DM 2. Maße und GewichteNoch weniger einheitlich als die Münzen waren vor 1800 die Maße und Gewichte. Auch sie hatten in weiten Bereichen dieselben Namen, aber wenn es um Kleinigkeiten ging, unterschieden sie sich mitunter von Ort zu Ort. Ja, im Unterschied zu den Münzen, die ja überall im Umlauf waren (wie der Coburger Groschen in Darmstadt), hatten manche Einheiten wie die Flächenmaße örtliche Bedeutung. Die Einheiten sind teilweise uralt und meist der natürlichen Anschauung entnommen:
In Ergänzung zu der vergleichenden Tabelle seien hier noch einige alte Einheiten genannt:
Die französische Revolution räumte mit diesem Durcheinander rigoros auf und führte am 29.11.1800 das übersichtliche metrische Maßsystem ein: 1 m sollte sein der 40millionste Teil des Erdumfangs (nach damaliger Berechnung), 1 l der Inhalt eines Kubikdezimeters und 1 kg das Gewicht von 1 l destilliertem Wasser. Hessen schloss sich am 10.12.1817 diesem neuen System an, führte aber in weiser Überlegung nicht das Dezimalsystem ein, sondern glich die bisherigen Einheiten den französischen an:
Weise war diese Regelung, weil die Bevölkerung nicht umlernen musste. Sie wird über die Vereinheitlichung erleichtert gewesen sein und gebrauchte weiterhin die alten Bezeichnungen. Die Grundeinheiten haben sich so bewährt, dass Zoll, Schoppen, Pfund und Zentner auch noch im 19er-Jahrhundert gebraucht wurden. Auf Grund der internationalen Meterkonvention vom 20.5.1875 wurde das französische System in den meisten Ländern der Erde eingeführt, also auch in Hessen. Damit wurden die alten Maße ungültig, und man musste jetzt aber wirklich umlernen. Aus dieser Zeit stammt eine nette Anekdote, die ich Lehrer Hechler aus Pfungstadt verdanke:
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Datum: 1981 / 2005 Aktuell: 14.09.2009 |
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