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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Geschichte GeorgenhausensAktualisierte Neufassung meines Aufsatzes in Reinheimer Beiträge 5 (1993) |
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I. Grundbesitz am Hirschbach II. Die herrschaftlichen Höfe Das Hofgut Der Kirchenhof Der Große Hof Der Rabenoldsche Beunenhof III. Kirchbau IV Teilungsvertrag von 1318 V. Zu welchem Land gehörte Georgenhausen Katzenelnbogen Bickenbach Die Pfalz Machtkonzentration Haxthausen
VI. Georgenhausen wird hessisch |
B. Die Gemeinde GeorgenhausenIm Unterschied zu Zeilhard [44] war Georgenhausen bis zu seinem Anschluss an Reinheim im Jahr 1977 immer eine selbständige Kommune mit einem eigenen Schultheißen bzw. 1821-1969 einem eigenen nebenamtlichen und 1970-76 hauptamtlichen Bürgermeister. [45] 1. Einwohnerzahlen [46]
2. Kommunale Einrichtungen
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[44]
unten [45] Liste der Schultheißen und Bürgermeister: HB 3,155 [46] ergänzt aus HB 1,29 [47] Der Odenwald Jg. 12, 1965 S. 72. 24 Hausgesessene = etwa 120 Einwohner [48] Bevölkerungsschwund durch den 30jährigen Krieg [49] Zunahme durch Zuwanderung, z.T. aus der Schweiz und Osterreich [50] Rückgang der Bevölkerung wohl durch Auswanderung und Trend zu kleinerer Kinderzahl [51] Zunahme durch Heimatvertriebene und Flüchtlinge [52] Erschließung von Neubaugebieten [54] Ch 15 = HB 2,246
[55] vgl. die Karte HB 2,58
[56] zum folgenden: HB 1,3-.163-174. Vgl. auch: Rolf Reutter, Zur Geschichte der Dieburger Mark. In: Rossdorf-Beiträge zu seiner Geschichte. Ober-Ramstadt 1975, S. 127
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[44] Zeilhard bildete bis 1821 mit Spachbrücken eine politische Gemeinde und schloss sich 1971 freiwillig der Stadt Reinheim an. Neuerdings haben Georgenhausen und Zeilhard einen gemeinsamen Ortsbeirat und sind somit nicht nur im Weichbild, sondern auch organisatorisch zusammengewachsen.
[58]
Der Friedhof wurde 1831 geschlossen. Man hat offenbar, als der Friedhof
zum ersten Mal voll belegt war, nicht einfach frühere Gräber geräumt und
die Überreste etwas tiefer unter die Grabsohle gebettet, sondern man
machte das Nachfolgegrab nicht ganz so tief, so dass der bisherige
Grabinhaber in seiner Ruhe nicht gestört wurde. Die dritte Bestattung lag
dann allerdings knapp unter der Oberfläche. Heute hat ein Einzelgrab eine
Ruhezeit von 30 Jahren; rechnet man damals mit 50 Jahren, so kommen wir
mit der Erstbelegung in die Zeit um 1680, also in die Zeit der
Wiederbesiedlung, nachdem Georgenhausen am Ende des 30jährigen Kriegs wüst
gelegen hatte. [59] Das ursprüngliche Grabmal ist bei der vorletzten Kirchenrenovierung verschwunden. Da der Kirchenrat zur Pflege des Grabs ein Vermächtnis hinterlassen hatte, wurde 1988 als Ersatz ein Gedenkstein an die alte Stelle gesetzt. [61] Bisher hatte man die Toten mehr oder weniger regellos in ungepflegten Gräbern beigesetzt. Das Kirchhofsgelände diente auch als öffentlicher Platz für alle möglichen anderen Zwecke, die sich nicht immer mit unseren Vorstellungen von einem würdigen "Totenkult" vereinbaren ließen. Nach den aufgeklärten Ideen des beginnenden 18er-Jahrhunderts sollte der Friedhof ein würdiger Ort des Gedenkens sein und auch den hygienischen Bedürfnissen gerecht werden. |
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3. Religiöse Einrichtungena. KircheWie oben dargestellt, gab es in Georgenhausen schon im Spätmittelalter eine Kapelle. Sie stand im 30jährigen Krieg über ein Jahrzehnt lang leer und hatte wohl auch durch die Kriegseinwirkungen gelitten. Nach dem Krieg wurde sie unter Kamptz von Godow mit einigem Aufwand wiederhergestellt und diente ihrem Zweck noch 120 Jahre. Dann kam das endgültige Aus. Da die Kapelle doch sehr baufällig und inzwischen auch zu klein geworden war, entschloss sich die Gemeinde zu einem Neubau und errichtete 1790-92 die etwas größere jetzige Kirche. Die Unterhaltspflicht für das Gotteshaus lag bis 1969 in den Händen der bürgerlichen Gemeinde. b. Evangelische GemeindeAls erster eigener Pfarrer kam 1735 Johann Georg Stemmler nach Georgenhausen. Für ihn wurde ein neues Pfarrhaus gebaut, das jeweils 1872 / 73 und 1977 durch Neubauten ersetzt wurde. Das jetzige Gemeindehaus diente ursprünglich als Schule, ist seit 1968 im Besitz der Kirchengemeinde, bekam seine jetzige Gestalt 1982 und wurde Mitte der 1990er-Jahre erweitert. c. Katholische GemeindeDie mittelalterliche, ursprüngliche katholische Kapelle war durch die Reformation wohl in der 2. Hälfte des 15er-Jahrhunderts evangelisch geworden. Die wenigen Katholiken wurden zunächst vom evangelischen Pfarrer, dann seit etwa 1830 vom katholischen Pfarrer von Groß-Zimmern mitbetreut. 1919 wurde die selbständige katholische Gemeinde Reinheim begründet, zu der die Katholiken der beiden Orte seitdem gehören. Als nach 1945 durch Heimatvertriebene die Katholische Gemeinde starken Zuwachs bekam, feierte sie seit 1947 ihre Gottesdienste zunächst in der evangelischen Kirche und seit 1975 in der Kapelle St. Elisabeth, die mit dem Kolbeheim zusammen unter einem Dach ist. Bei der Einweihung am 22. Mai 1975 fiel der evangelische Gottesdienst aus; dafür nahmen die evangelischen Gemeindeglieder am katholischen Einweihungsgottesdienst teil, der von Kardinal Volk zelebriert wurde. d. Zeugen JehovasDer Königreichssaal der Zeugen Jehovas auf dem Gockert wurde 1989 eingeweiht. e. Neuapostolische GemeindeDie neuapostolische Kirche auf dem Gockert wurde 1993 eingeweiht. f. JudenDie Judenschaft hatte seit 1760 in der Ollenhauerstraße eine kleine Synagoge, die aber Ende des 18er-Jahrhunderts schon nicht mehr genutzt, daher verkauft und abgerissen wurde. [63] 4. Bildunga. Eine Schule [64]ist in Georgenhausen schon 1657 nachweisbar. Da die älteste bekannte Schule auf dem Platz des jetzigen Gemeindehauses stand, ist anzunehmen, dass der Inhaber des Hofgutes (Kamptz) auch die Schule begründet hat. Rudolf von Haxthausen hat sich intensiv um das Schulwesen gekümmert, führte schon 1755 die Schulgeldfreiheit ein {E 1}, verordnete 1788 die allgemeine Schulpflicht {E 2} und erließ 1795 eine Schulordnung {E 3}. Bis 1787 gingen auch die Zeilharder Kinder in Georgenhausen in die Schule, erst in diesem Jahr bekam Zeilhard einen eigenen Lehrer. Das alte, sehr kleine Schulgebäude wurde 1824 durch ein neues ersetzt, das den Grundstock des jetzigen Gemeindehauses bildet. Dieses Schulhaus diente bis 1876 seinem Zweck. Da es inzwischen ebenfalls zu klein geworden war, erwarb die Gemeinde das Gebäude Ollenhauerstraße 17 und baute es zu einer Schule mit Lehrerwohnung um. Nach dem 2. Weltkrieg reichte auch diese nicht aus, so dass sich Georgenhausen mit Zeilhard zusammen zum Neubau der wieder gemeinsamen Hirschbachschule durchrang, die 1957 eingeweiht und 1977 und 1978 durch zwei Pavillons ergänzt wurde. 1966 gab die Hirschbachschule die oberen Jahrgänge ab Klasse 5 an die Dr.-Kurt-Schumacher-Schule in Reinheim ab. b. KindergärtenDas Georgenhäuser Rathaus wurde 1901 eingeweiht, mit ihm zugleich die kirchliche Kinderschule, die von Diakonissen geleitet wurde. Die Kinderschule musste unter dem Druck der Nazis 1941 ihre Diakonissen entlassen. 1972 hat dann die politische Gemeinde am Hirschbach einen neuen Kindergarten in Betrieb genommen. 1993 wurde ein zweiter städtischer Kindergarten auf dem Gockert eröffnet. 5. Freizeita. SportDer Sportplatz am Bürgerhaus wurde 1967 eingeweiht; das Bürgerhaus dient auch als Sporthalle. Es gab aber schon vorher eine Turnhalle, die ans Spritzenhaus angebaut war mit einem dabei gelegenen Platz, der zum Turnen, aber auch für Feuerwehrübungen und nach dem Krieg als Garten diente. Der alte Sportplatz lag südlich der Zeilharder Straße zwischen Dörnbach- und Gundernhäuser Straße, zeitweise verbunden mit einem Dreschplatz. Ein Spritzenhaus war nach Ausweis alter Bilder schon 1926 vorhanden. Das jetzige Feuerwehrhaus stammt wohl aus dem Jahr 1952. b. Das Bürgerhauswar vorher eine Feldscheuer des Hofguts und wurde 1972 in Eigenhilfe zum Bürgerhaus umgebaut, nachdem das Gebäude schon vorher für Feiern benutzt worden war. c. Das Freizeitgeländewurde 1974 eingeweiht; der Teich war eigentlich als Badesee konzipiert und erfreute sich in den ersten Jahren großer Beliebtheit. Da aber kein Bademeister angestellt werden konnte, hat man den Teich dann den Enten überlassen. d. Das Fest der Vereinewurde erstmals 1985 durchgeführt, zuerst am Bürgerhaus, seit 1986 an der Hirschbachschule. |
[64] Dazu ausführlicher HB 3
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Datum: 1993 / 2005 Aktuell: 10.06.2008 |
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