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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Wer waren Remico von Goddelau und ihre Familie? |
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Ein Grabstein aus Goddelau aus der Zeit um 500 hat folgende Inschrift:
Darunter abgebildete christliche Symbole zeigen, dass dieser Stein ein frühes Zeugnis christlichen Glaubens in Südhessen ist. (Quelle: Lebendige Heimat. Der Kreis Groß-Gerau 1958, Tafel 14.
Dass Remico eine Frau (matrona) war, steht da. Die weibliche Endung -o ist nicht deutsch. Im Althochdeutschen lautet sie -a. Sie ist aber in anderen germanischen Dialekten gut bezeugt. Dort lautet die männliche Endung -a, deutsch -o. War das eine ostgermanische, etwa burgundische Familie? Die Burgunder waren schon früh zum katholischen Christentum übergetreten.
Remicos Verwandte Dadilo und Duccio(ni) tragen ebenfalls die Endung -o, Duccio(ni) mit lateinischen Dativ-Endung. Waren sie Männer oder Frauen? "Cum filiis suis" gibt keine Hinweise auf das Geschlecht, den lat. filius 'Sohn', filia 'Tochter' haben im Ablativ Plural dieselbe Endung -is. Es wäre sehr merkwürdig, wenn in einem so kurzen Text dieselbe Endung für beide Geschlechter gebraucht würde, also männlich Duccio, Dadilo, weiblich Remico.
Die Inschrift muss also übersetzt werden:
Hier ruht in Frieden Frau Remico zusammen mit ihrer Tochter Duccio und ihrem Sohn Derst. Dadilo mit ihren Kindern haben die Inschrift setzen lassen. |
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Datum: 1996 / 2006 Aktuell: 10.06.2008 |
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