Die Teilung zu Dornberg
Graf Bertolfs Anteil
Graf
Eberhards Anteil
Gemeinsamer
Besitz
Die
Teilung zu Auerberg
Arheilgen
Pfungstadt
Modautal
Gundernhausen
Reinheim
Auerbach
Auerbacher
Schloss
Sonstige
Vereinbarungen
Beurkundung
Nachbemerkung |
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MUDSCHARUNG ZWISCHEN GRAUE BERTOLF UND GRAUE EBERHART ZU CAZENELNBOGEN
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TEILUNG
ZWISCHEN
GRAF BERTOLF UND
GRAF EBERHARD
VON KATZENELNBOGEN 26.08.1318
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Jn Godis
namin Amen.
Dit ist
die Můtschar die geschah Tuschin grebin B(er)tolfe, vnde grebin
Eberharte von Katzenelmbogen, do si můtschardin ir lant, zů
Dormb(er)g, vnd zů vrb(er)g, vnde daz dar zů horit. |
In Gottes Namen,
Amen.
Dies ist die
Teilung, die geschah zwischen Graf Bertolf und Graf Eberhard von
Katzenelnbogen, als sie ihr Land teilten in Dornberg und auf dem
Auerbacher Schloss, und was dazu gehört. |
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do vil grebin
Bertolfe, zů sime můtschar, zů Dormb(er)g, daz ende nest deme
Turne, Gera daz obirste ende, obinwendich der frankinforder
strazen, vnde daz obir ende des hobis, vnde worueldin, vnde
sneppinhusin, vnde der Halbe ziende zů wenigin Gera, vnd
die vorgenante dorf, bit allen deme rechte, als si her sint kumin,
irsucht vnd vnirsucht, bit deme walde, de(r) da heizit, Die
brunishart, vnd die Můle in der brunishart, die ist gemeine. Were
abir, daz man Dirre Můtschar, vsit vůnde, dat vngemůtschart vnde
vngeachtit was, do man do můtscharde, daz sollint si gemeine
Můtscharin, alse si ir andir gůt hant gedan, |
Da fiel Graf
Bertolf als sein Anteil zu: von Dornberg das Ende in der Nähe des
Turms; von Groß-Gerau das oberste Ende, oberhalb der Frankfurter
Straße, und das obere Ende des Hofes, ferner Worfelden und
Schneppenhausen und der halbe Zehnte zu
Klein-Gerau und die
vorgenannten Dörfer, mit allem Recht, wie sie überliefert sind,
ersucht und unersucht, mit dem Wald, der die Braunshard heißt, und die
Mühle in der Braunshard, die gehört beiden gemeinsam. Für den Fall
aber, dass man bei dieser Teilung etwas fände, das nicht geteilt und
nicht beachtet wurde, als man die Teilung vornahm, das sollen sie
gemeinsam teilen, wie sie ihren anderen Grundbesitz behandelt hatten. |
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vnde daz obirste
deil des waldis, der da heizit Geraer vorst, alse her gemů[t]schart
ist bit namen. Daz deil von Sneppinhusen, zů der oberin Můtschar van
worueldir wech, der nidirste Menwech bit vf wenigin Gera buchwech,
wenigin Geraer buchwech, bit vf Sneppinhus[erl Menwech, Sneppinhuser
Menwech, bit vf worueldir wech, der gen Merseue[lt gait, v]nde die
weide des waldis is gemeine, ane daz Eckere. |
Ferner das
oberste Teil des Waldes, welcher Gerauer Forst heißt, wie er
namentlich aufgeteilt ist: das Teil von Schneppenhausen, zu dem oberen
Anteil vom Worfelder Weg, der unterste Triebweg bis zum Klein-Gerauer
Buchweg, den Klein-Gerauer Buchweg bis zum Schneppenhäuser Triebweg,
den Schneppenhäuser Triebweg bis zum Worfelder Weg, der nach Mörfelden
geht. Auch die Weide des Waldes gehört beiden gemeinsam, außer der
Bucheckernmast der Schweine |
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vnde zů der
můtschar zů Dormb(er)g, grebin Eberha[rd]is můtschar, bi Grebin
wilhelmis Hus, is gevallin daz nider deil nidenwendich f[ra]nkinfortir
straze, vnde daz nider deil des hobis zů Gera, vnde daz dorf zů
budilburne, bit deme walde, de(r) da he[iz]it die breide lo, bit alle
sime rechte, irsuch(t) vnd vnirsucht, vnde sal grebe Bertol[f g]ebin
vz sime deile zů worueldin Siben Marc geldis, grebin Eberharde zů drin
Getiden in deme iare als s[i d]a vallende sint, dri halle(r) vor den
penning, |
Und bei der
Teilung von Dornberg ist Graf Eberhard, bei Graf Wilhelms Haus, als
sein Anteil zugefallen: das untere Teil unterhalb der Frankfurter
Straße, und das untere Teil des Hofs zu Groß-Gerau, und das Dorf zu
Büttelborn, mit dem Wald, der die Breite Loh heißt, mit all seinem
Recht, ersucht und unersucht, und Graf Bertolf soll dem Grafen
Eberhard aus seinem Teil zu Worfelden sieben Mark Geld geben an drei
Terminen im Jahr, sobald sie fällig sind, drei Heller pro Pfennig. |
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und were iz auch
daz man hernach [i]t vůnde zů Bůdilburne, daz ungeachtit, vnde vnge
můtscharit was, daz sal man můtscharin gemeine, da vn[de] wa si
gemůtschart hant, ane geuerde, |
Und für den
Fall, dass man hinterher etwas fände zu Büttelborn, das nicht beachtet
und nicht geteilt wurde, das soll man gemeinsam teilen, da, wo sie die
Teilung vorgenommen hatten, ohne Arglist. |
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vnde daz nider
deil zů Gera vorge [nannt] des vorstis, vnde sal die Geraer Marke
gemeine sin, |
Ferner soll das
untere Teil des vorgenannten Forstes zu Groß-Gerau und der Gerauer
Markwald beiden gemeinsam gehören. |
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vnde ist auch me
gesprochin, waz der guldin, die zů Dorm[ber]k horit virsazt is, daz si
die sollint losen gemeine, die man losen mach, unde wa[z d]arubir
vellit, daz sollint si nemin gemeine, vnde sal daz vngelt zů Gera, der
zol, das bac hus, vnd der Flas zol[ a]n unsir frawin dage der lestin
sal gemeine sin, vnd der ziende cleine vnd groz des selbin dorfis, |
Es ist auch
weiter besprochen, was die Gülte anbetrifft, die zu Dornberg gehört
und verpfändet ist, dass (die Grafen) diejenige gemeinsam auslösen
sollen, die man auslösen kann, und was darüber hinaus erlöst wird, das
sollen sie gemeinsam einnehmen; auch das Ungeld zu Groß-Gerau, der
Zoll, das Backhaus und der Flachszoll an unser Frauen Tag der letzten
soll beiden gemeinsam gehören, ferner der kleine und große Zehnte
desselben Dorfs. |
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vnd die wiesen
die zů Dormb(er)g horint sint gemůtschart also, daz die wiesen hinder
der kirche[nl vnde zwei mannis mat, an deme widen wege, vnde ein
verteil des Merses[ i]n stedir wege zů der oberin Můtschar, vnde den
Brůl, an deme widen wege, vnde ein verteil des merses, an Gensgi[r]
wege, vnde vier mannis mat, an deme Dammirlach zů der niderin
Můtschar. Die wisen vf deme ride sint gemeine, |
Die Wiesen, die
zu Dornberg gehören, sind so aufgeteilt, dass die Wiesen hinter der
Kirche und zwei Mannsmahd am Weidenweg (weiten/ Weiterstädter Weg?)
und ein Viertel des Merschs am (Königs-)Städter Weg zum oberen Anteil,
dagegen der Brühl am Weidenweg und ein Viertel des Merschs am
Geinsheimer (?) Weg und vier Mannsmahd am Dämmerloch zum unteren
Anteil gehören. Die Wiesen auf dem Ried gehören beiden gemeinsam. |
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vnde die lude
die zů Dormb(er)g sitzent, die man můtscharin sal, sint gemein[e,] |
Ferner gehören
die Leibeigenen, die zu Dornberg wohnen, die man aufteilen soll,
beiden gemeinsam. |
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vnde die
ecke(r), die zů gera in den hof horint, die sint gemůtschart, ein deil
zů dem oberin deile, daz andere, zů deme niderin deile, allez daz die
kuntschaf bewiset hat, |
Die Äcker, die
zu Groß-Gerau in den Hof gehören, sind folgendermaßen aufgeteilt: ein
Teil zu dem oberen Teil, das andere zum unteren Teil, alles was die
Erkundung nachgewiesen hat. |
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Zů der Můtschar
zů vrb(er)g is gevallen grebin B(er)tolfe, arheiligen, bit
allen sime rechte, irsucht vnd vnirsucht, bit luden vnde bit gude,
alse iz h(er)kumin ist, |
Bei der Teilung
auf dem Auerbacher Schloss ist Graf Bertolf zugefallen:
Arheilgen, mit
all seinem Recht, ersucht und unersucht, mit Leibeigenen und mit
Grundbesitz, wie es überliefert ist |
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vnde die wege
sint also gemůtschart, der obere wach vnd der nidere sint gevallen
grebin B(er)tolfe, vnde die zwene mitdelin vnd die Můlinstat grebin
Eberharde, vnde git grebe Eberhard grebin B(er)tolfe, alle iar Echte
maldir kornis deme oberin, vnd deme niderin wage zů helfin, vnd die
Marke ist gemeine, vnde siben vnze(n) haller zů Grebinhusen,
sint gemeine. |
Die Wooge sind
so aufgeteilt, dass der obere Woog und der untere Graf Bertolf
zugefallen sind, und die zwei mittleren und die Mühle Graf Eberhard.
Graf Eberhard gibt Graf Bertolf jedes Jahr acht Malter Korn zur
Ausbesserung des oberen und unteren Woogs. Der Markwald gehört beiden
gemeinsam und sieben Unzen Heller zu Gräfenhausen gehören beiden
gemeinsam. |
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Gen diseme
můtschare is geuallen grebin Eberharde, daz dorf zů Puncstat,
bit allen sime rechte, irsucht vnd vnirsucht, bit luden un bit gůde,
als it her kumin ist, vnde auch also, vunde man, zů arheilegen odir zu
pungstat, it dat un gemůtschart were, nach durre můtschare, daz sal
man můtscharin gemeine, ane geverde, |
Bei dieser
Teilung ist Graf Eberhard zugefallen das Dorf zu
Pfungstadt mit all
seinem Recht, ersucht und unersucht, mit Leibeigenen und mit
Grundbesitz, wie es überliefert ist, und zwar so, falls man etwas zu
Arheilgen oder zu Pfungstadt fände, das nicht verteilt worden wäre
nach dieser Teilung, das soll man gemeinsam teilen, ohne Arglist. |
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vnde daz dorf zů
Ramstat, is gevallen grebin B(er)tolfe, an sinre můtschare bit
deme hobe, vnde bit allen deme rechte, die in den hof horint, irsucht
vnd vnirsucht, lude vnde gůt, wa si sitzent, vnde vier Maldir kornis
zů Berbach, vnde ses maldir kornis zů Moda vz deme hobe,
vnde ses Maldir, vf der hoen art, Staderstat, vnd der han, zů
allen deme rechte als iz gelegin ist, vnde bit deme k[ir]chsatze zů
Ramstat. |
Das Dorf zu
Nieder-Ramstadt ist Graf Bertolf zugefallen als sein Anteil mit dem
Hof und mit all dem Recht, die in den Hof gehören, ersucht und
unersucht, mit Leibeigenen und Grundbesitz, wo sie wohnen, dazu vier
Malter Korn zu Nieder-Beerbach und sechs Malter Korn zu
Nieder-Modau
aus dem Hof und sechs Malter auf der hohen Hard, Staderstat und der
Hahn zu all dem Recht, wie es vorgegeben ist, und mit der
Pfarrstellenbesetzung zu Nieder-Ramstat. |
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vnde da wider
ist geuallin grebin Eberharte zů sime můtschar. Rosdorf, vnde
Gunderade husen, vnde der hof, bit a11en sime rechte, irsucht
vnde vnirsucht, bit luden vnde bit gůde, wa sie gesezzin sint, vnd der
ziende zů Gorienhusin, vnd der kirchsatz zů Rosdorf . |
Dagegen ist Graf
Eberhard als sein Anteil zugefallen Rossdorf und
Gundernhausen und der
Hof mit all seinem Recht, ersucht und unersucht, mit Leibeigenen und
mit Grundbesitz, wo sie wohnen, ferner der Zehnte zu
Georgenhausen und
die Pfarrstellenbesetzung zu Rossdorf. |
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Die stat zů
Rinheim ist gemůtschart also, daz daz ober deil er stat ist
gevallen Grebin B(er)tolfe, vnde sint gemůtschart zů de me deile
[d]ise lude bit namin. Bertold an deme dore, Salman sin brudir. Conrad
Borr[e, H]anneman belzere, Heinrich Crappe, Wenze Alrat, Heinrich
Bretbez, vnde alle die izu(n)t zů Bibera sitzent, Lyb[inc] von
wendebach, vnde Werner Schenlin. |
Die Stadt zu
Reinheim ist so aufgeteilt, dass das obere Teil der Stadt dem Grafen
Bertold zugefallen ist, und zu diesem Teil sind diese Leibeigenen
zugeteilt mit Namen: Bertold an dem Tor, Salmann, sein Bruder, Konrad
Borre, Hannemann Belzer, Heinrich Krapp, Wenz Allrad, Heinrich
Bretbeß, und alle, die jetzt in Groß-Bieberau wohnen, Liebing von
Wembach und Werner Schönlein. |
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Da wider is
geuallen grebin Eberharde, zů sime Můtschar, daz nider ende der stat,
vnde [die lude] die dar zů gemůtschart sint, wilhelm se(l)ze(re) (?),
Heinze Beheim, Petir van vbirawe, Lufredis sun, Heinrich minnemezis
sun, [v]alhard vnde Johan vn[d] Heinrich Brimel, |
Dagegen, ist
Graf Eberhard als sein Anteil zugefallen das untere Ende der Stadt und
die Leibeigenen, die dazu eingeteilt sind: Wilhelm Selzer, Heinz Böhm,
Peter von Überau, Lufreds Sohn, Heinrich Minnemeßt Sohn, Fahlhard
sowie Johann und Heinrich Brimel. |
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[?i]z ist auch me
[geret], daz alle die.lude, die von rechte horint zů Rinheim, vnde in
Grebin Bertolfis můtschar geschriben stent, sie sollint eweliche sin
sin, war si varin.
vnde alle die
lude, die van [rechte] zů Rin[h]e[i]m ho[r]int, vnde in Grebin
Eberhardis můtschar geschriben stent, sallint eweliche sin sin, war si
varint. Were iz auch, daz di kein burge(r) zů Rinheim werde, der
[izunt da] nit burge(r) in ist, wel[gis herren] burge(r) der werde,
den insal der ande(re] nit infan, an sine můtschare, er insi dan iar
vnd dag vze der vurgenanen stat gesezzin. |
Es ist auch
weiter vereinbart, dass alle Leibeigenen, die von rechts wegen nach
Reinheim gehören und in Graf Bertolfs Anteil geschrieben stehen, die
sollen für alle Zeiten ihm gehören, wohin sie auch ziehen, und alle
Leibeigenen, die von rechts wegen nach Reinheim gehören und in Graf
Eberhards Anteil geschrieben stehen, sollen für alle Zeiten ihm
gehören, wohin sie auch ziehen. Für den Fall, dass derjenige nicht
Bürger zu Reinheim würde, der jetzt darin kein Bürger ist, gleich
welches Herren Bürger der würde, den soll der andere Partner nicht in
seinen Anteil aufnehmen, es sei denn, er hätte Jahr und Tag außerhalb
der vorgenannten Stadt gewohnt. |
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Were iz auch, daz
kein der manne begriffen we(re) bit můtscharin in der stat, der in
kein der herrin hof horit, [vure] der vz, der sal wider in sinen Hof
[kerin], da er her uz kůmin ist. |
Für den Fall,
dass einer der Leibeigenen bei der Teilung in der Stadt erfasst worden
wäre, der in keiner der Herren Hof gehört, und von Reinheim wegzöge,
so soll er wieder in seinen Hof zurückkehren, von dem er gekommen ist. |
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Jt ist auch geret,
wer iz daz kein Man seze in dirre herrin můtschare da daz wif nit in
inhorit, wanne der man stirbit, so sa1 daz wif vnde ir kint horin
wider in den hof, da si her sint kůmin, vnd e hortin, in welin hobin,
oder wa daz were. |
Es ist auch
vereinbart, für den Fall, dass ein Leibeigener in dieser Herrn Anteil
wohnte, wohin die Ehefrau nicht gehört, so sollen die Frau und ihre
Kinder, wenn der Mann stirbt, wieder zu dem Hof gehören, von dem sie
gekommen sind und zu dem sie vorher gehört hatten, gleich zu welchem
Hof oder wo das wäre. |
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Daz dorf zů
vrbach ist alsus gemůtschart, daz obir ende des dorfis, deme
grebin B(er)tolfe, vnde daz nider ende, deme grebin Ebirharde, vnde
daz ober ende des grozin wingartis, vnde daz nider ende des iungin
wingartis Grebin Bertolfe, vnd daz nider ende des grozin wingartis,
vnde des Jungin wingartis obir ende grebin Eberharde, vnd die wisen
als gemůtschart sin bit namin. |
Das Dorf zu
Auerbach ist folgendermaßen aufgeteilt: das obere Ende des Dorfs
gehört Graf Bertolf und das untere Ende Graf Eberhard. Das obere Ende
des großen Wingerts und das untere Ende des jungen Wingerts gehört
Graf Bertolf, und das untere Ende des großen Wingerts und das obere
Ende des jungen Wingerts Graf Eberhard, sowie die Wiesen, wie sie
namentlich aufgeteilt sind. |
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Di[t ist die]
můtschar des schafhuse[s], vnd der wingarte zů vrbach, daz obir ende
des schafhusis, der wingart, der da heizit der Reube[r], zů deme
oberin ende der morgen uf deme sande, daz m--e-- gen vrbach zů deme
kelte(r), vnde daz ande(re) ende, zů deme schafhuse, zů deme
keltirhuse, daz emmindal, vnd der morgen, der vor deme schafhuse liget
zů deme niderin ende. |
Dies ist die
Aufteilung des Schafhauses und der Wingerte zu Auerbach: das obere
Ende des Schafhauses, der Wingert, welcher der Räuber heißt. Zum
oberen Ende (gehören) der Morgen auf dem Sand, das ... nach Auerbach
zu der Kelter hin. Das andere Ende, nach dem Schafhaus zu am
Kelterhaus, das Emmental und der morgen, der vor dem Schafhaus liegt,
gehören zu dem unteren Ende. |
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Die ach (?) lude,
die der vorgenanten grebin sint, in wes d(ei)le die sitzent, die
sollent sin sin, vnde wa si sitzent, in andire herrin gerechte, die
sollent gemeine sin, vnde waz lude sitzent zů hobesteden in deme
oberin ende, die sint grebin B(er)tolfes, vnde waz Lude sitzent in
deme niderin ende, des vorgenantin dorfis, die sint grebin Ebirhartis,
vnde daz obirende zů hobestedin grebin B(er)tolfis, vnde daz [nider]
ende grebin Eberhartis, |
Die ...
Leibeigenen, die den vorgenannten Grafen gehören, sollen dem gehören,
in dessen Teil sie wohnen, und wo sie in anderer Herren Gerechtsamkeit
wohnen, die sollen beiden gemeinsam gehören, und was an Leibeigenen zu
Hochstädten wohnt am oberen Ende, die gehören Graf Bertolf, und was an
Leibeigenen am unteren Ende des vorgenannten Dorfs wohnt, die gehören
Graf Eberhard; das obere Ende zu Hochstädten gehört Graf Bertolf und
das untere Ende Graf Eberhard. |
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Die burg zů
vrb(er)g ist also gemůtschart, daz jedir herre buen sal wie her
wil, also daz der bu wende vnder den doren, die an den Turnen ste(n)t,
vnde sollent [au]ch wenden an den zeichenen, die ien gegebin sint, bit
den Turnen, vnde in der burg, vnde die Turne, vnde daz gewolbe, vnde
die past(er)ne vnde die porte, sal gemeine sin, vnde der ganc zů
de[me] gewolbe vndene vnd obene is gemeine. |
Das
Auerbacher
Schloss ist so aufgeteilt, dass jeder Herr bauen soll, wie er will, so
dass die Bauunterhaltspflicht wende unter den Toren, die an den Türmen
stehen, und sollen auch wenden an den Zeichen, die ihnen gegeben sind,
mit den Türmen und in der Burg. Die Türme, das Gewölbe, die
Pasterne(?) und die Pforte sollen beiden gemeinsam gehören; auch der
Gang zum Gewölbe unten und oben gehört beiden gemeinsam. |
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Jz insal auch in
kein buen erkere, noch vbirschoz in die burg, vnde insal auch keine
{porte} sin me, wan die eine. |
Es soll auch
keiner von ihnen Erker oder Überschoss in die Burg bauen und es soll
auch nicht mehr als die eine *Pforte* geben. |
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Were iz auch, daz
die Turne odir die Rincmure odir die porte oder die bruck[e] bues
notdorftich we(re), da sal einre deme anderin helfen zů bit irre
burgmanne rade(,), mogelichen bu ane geverde; indade her des nit, so
mach er bullen vnde mach daz gelt, zů den Juden nemen, bit der
burgmanne wizzende, vnde alse daz iar vnde dach zů schaden stellt, so
mach [he]r penden ien wa her wil, vzinwendich irre vestenin ane allen
sinen zorn, vnde insal daz nit werin, her odir keine die sinen. |
Für den Fall,
dass Türme, Ringmauer, Pforte oder Brücke eine Renovierung nötig
hätten, so soll einer dem andern Beihilfe leisten mit Unterstützung
ihrer Burgmannschaft, um die Renovierung zu ermöglichen ohne Arglist.
Wenn der Bauunterhaltspflichtige nichts unternimmt, so kann der
Partner das beurkunden und kann das Geld mit Wissen der Burgmannen bei
den Juden anlegen. Wenn sich nach Jahr und Tag Schäden zeigen, so kann
der Partner den Bauunterhaltspflichtigen pfänden wo er will, aber
außerhalb ihrer Vesten, ohne allen Zorn. Der Bauunterhaltspflichtige
soll das nicht wehren, weder er noch die Seinen. |
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Were auch, daz
keinre nit lonen inwolde portenern oder [wechterin1 oder Turnknechtin,
so mach her auch daz selbe důn, pendin alse hi vor geschriben steit.
Jz ist auch me geret, an dirre můtscharin, die hi vor geschriben
steit, |
Für den Fall,
dass einer den Pförtnern, Wächtern oder Turmknechten den Lohn nicht
zahlen wollte, so kann (der Partner) auch dasselbe tun und pfänden,
wie oben geschrieben steht. |
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were iz daz dirre
vorgenantin [herrin] keinre die gulde die virsazt ist, die da horit zů
den vorge[nant]in husen, burgen, vnde lande, loste, der sal deme
anderin sin Deil, wider geben zů losene, vmme alse vil geldis alse
vmme daz halbe ...... wanne her iz gelosin mach. |
Es ist ferner
vereinbart in dieser Teilung, die oben geschrieben steht: Für den
Fall, dass einer dieser vorgenannten Herren die Gülte, die verpfändet
ist, die zu den vorgenannten Ortschaften, Burgen und Land gehört,
nicht einlöste, so soll er dem andern sein Teil zurückgeben, damit er
ihn einlösen kann, für so viel Geld wie das halbe Teil (?) wert ist,
sobald er es einlösen kann. |
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Jz ist auch me
geredit daz [di]rre herrin keinre des anderin lude in kein sine
vestene infahen sal, iz insi danne des anderin wille. |
Es ist auch
ferner vereinbart, dass keiner dieser Herren die Leibeigenen des
andern in einer seiner Vesten aufnehmen soll, es sei denn des andern
Wille. |
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Jz ist auch me
geredit daz grebe B(er)tolf sal gebin grebin [Ebirha]rte alle iar eine
[marc] geldis zů sente Mertines dage, vf alleme sime gude, daz ieme zů
Můtschar wordin ist; so sall grebe Eberhart grebin [B(er)tolfen]
gebin, alle iar eine Marc geldis z[u der] v[orgenanten1 zit vf [allen]
deme gude, daz ieme zů Můtsch[ar] worden ist. |
Es ist auch
ferner vereinbart, dass Graf Bertolf dem Grafen Eberhard jedes Jahr
eine Mark Geld am Sankt-Martins-Tag geben soll auf all seinem
Grundbesitz, der ihm zugeteilt worden ist; ebenso soll Graf Eberhard
dem Grafen Bertolf jedes Jahr eine Mark Geld zu der vorgenannten Zeit
geben auf all dem Grundbesitz, der ihm zugeteilt worden ist. |
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Ubir dirre
Můtscharin waren her wiprecht swende, her Cůneman van Lurzwilre, her
Johan der Camerere von [Worme]ze, [her Tile]man Knip, herr wifred,
H(er) H(er)man van vrb(er)g, her ... lin von Marcrach, Ritdere, vnde
andere birbe lude. |
Schiedsleute bei
dieser Teilung waren Herr Weibrecht Schwende, Herr Kühnemann von
Lörzweiler, Herr Johann, der Kämmerer von Worms, Herr Tillmann Kneip,
Herr Weifried, Herr Hermann von Auerberg, Her ... lein von Markrach,
Ritter, und andere tüchtige Leute. |
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Vnde zů eime
vrkunde dirre Můtscharin, so han wir Grebe [Bertolf] vnde [frav Alei]t
vnse eliche wirten vor vns |
Zu Beurkundung
dieser Teilung haben Wir, Graf Bertolf und Herrin Alheid, Unsere
Ehefrau für Uns |
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vnd wir [gre]be
[Eberhart von] Katzen elmbog(en), vnde frav Margrete vnse mudir vor
vns |
und Wir, Graf
Eberhard von Katzenelnbogen und Herrin Margrete, Unsere Mutter, für
Uns |
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vnse ingesigel an
diesen brief gehangin, vnde [han gebe]den den ... man hern vlrich(..)
den herrin van bickenbach, hern W[ipr]echte Swen[de,] vnd[e hern1
C[ůneman] von Lurzwilre, Ritde(re) vorgenant, daz si ir [ingesigel
hant] gehangen an [disen brief, |
Unser Siegel an
diesen Brief gehängt und haben den ... mann, Herrn Ulrich, den Herrn
von Bickenbach, Herrn Weibrecht Schwende, und Herrn Kühnemann von
Lörzweiler, Ritter vorgenannt, gebeten, dass sie ihr Siegel an diesen
Brief gehängt haben, |
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vnd wir] vIrich dir
herre von bickenbach, h(er) wiprecht vnde Herr Cůneman von Lurzwilre
v[or]gena[nte ... ]des, daz wir durg [bede] der [edeln herrin greben
Bertolf]e vnde grebin Ebirhartis [von Kat]zenelmbo ge[n] vnser
ingesigel, han gehangin an diesen brief. |
Wir, Ulrich, der
Herr von Bickenbach, Herr Weibrecht und Herr Kühnemann von Lörzweiler
vorgenannte .... des, dass wir auf Bitte der edlen Herren, Graf
Bertolfs und Graf Eberhards von Katzenelnbogen unser Siegel an diesen
Brief gehängt haben. |
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Dirre Brief wart
gegeben na godi[s geburte] dru[zienh]undert iar [vnd in dem]
Echziend[en iare, des nehest]in samizdagis na sente Bartholomeis dage. |
Dieser Brief
wurde gegeben im Jahr nach Christi Geburt dreizehnhundert und im
achtzehnten Jahr, am Samstag nach Sankt-Bartholomäus-Tag (= 26.
08.1318). |
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Auch sprechin wir
daz wort [porte] daz obine geschriben ist, daz die supsc(ri)ptie
diesin brief nit velschin noch br[echin insal]. Dirre brie[f wart]
ge[ge]bin alse davor geschrieben steit. |
Auch bestätigen
wir das oben nachgetragene Wort "Pforte" und dass die Unterzeichner
diesen Brief nicht fälschen oder brechen sollen. Dieser Brief wurde
gegeben wie oben geschrieben steht. |
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Quelle: StAD B 3 Nr. 36
Sprache: Mittelhochdeutsch Nassauischer Mundart
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Arheilgen
Auerbach
Auerbacher Schloss
Braunshard
Dornberg
Georgenhausen
Groß-Bieberau
Groß-Gerau
Gundernhausen
Hahn (Ober-Ramstadt)
Klein-Gerau
Nieder-Beerbach
Nieder-Modau
Nieder-Ramstadt
Pfungstadt
Reinheim
Rossdorf
Schneppenhausen
Wembach
Worfelden |