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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
ZukunftFerienbibelseminar des Ev. Dekanats Reinheim 08.-15.04.1988 |
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Der letzte KriegSchon in Kap 7 wird von einem Dämonenheer gesprochen, einer Mischung aus Heuschrecken [1] und berittenen Kriegern, die aus dem Abgrund kommen und unter dem Kommando eines Engels namens "Verderber" (Abaddon / Apollyon) stehen. Sie werden durch die fünftePosaune aufgerufen und durch eine ähnliche Erscheinung im Rahmen der sechsten Posaune abgelöst, die von vier Engeln befehligt wird, die vorher an den großen Strom Euphrat gebunden waren. Dieses etwas unverständliche Bild wird bei der sechsten Zornesschale wieder aufgenommen. [2] Diesmal trocknet der Euphrat aus, damit die Könige aus dem Osten freie Bahn haben. Inzwischen sammeln die unreinen Geister der drei höllischen Tiere die Heere aus aller Welt für den letzten Kampf an einem Ort namens Harmagedon. Der Name bedeutet 'Berg von Megiddo', einer Stadt in der Jesreel-Ebene. Dort haben ebenso wie im benachbarten Bergland zahlreiche Schlachten stattgefunden, vom Altertum bis in unsere Zeit. Bevor es zu einem Kampf kommt, erscheint der zweite Reiter (= wiederkommender Christus) aus dem Himmel, greift mit seinem himmlischen Heer die versammelte Streitmacht an und besiegt das Tier und den falschen Propheten. [3] Als Folge dieses Siegs wird der Drache in den Abgrund gesperrt; es beginnt eine tausendjährige Friedenszeit. [4] Danach kommt der Teufel wieder los, sammelt eine neues Heer und greift die geliebte Stadt (= Jerusalem?) an. Da fällt Feuer vom Himmel und vernichtet die Angreifer. Der Teufel wird nun endgültig unschädlich gemacht, und dann beginnt mit Bildern aus Dan 7 das Weltgericht. Johannes geht also anscheinend von einer relativ einfachen Vorstellung aus: Der Antichrist holt zu einem letzten entscheidenden Schlag gegen die Christen aus. Da kommt Christus wieder und vernichtet ihn. Nach dem Sieg hält Christus Gericht und entscheidet, wer in der neuen Welt weiterleben darf, und dann beginnt das neue Zeitalter. Dieses einfache System ist in der Offenbarung aber mehrfach zerbrochen – einmal durch Zwischenstücke, dann aber auch durch Wiederholungen, so dass der Eindruck eines komplizierten und unübersichtlichen Geschehens entsteht. Durch den "Trick" mit der Zwischenschaltung des tausendjährigen Friedensreichs hat Johannes ferner erreicht, dass seine Leser sich keine Illusionen machen konnten, dass nach dem in Kürze erwarteten Zusammenbruchs des heidnischen Römertums das goldene Zeitalter ausbrechen würde. "Es wird besser werden", sagt Johannes, "aber das ist noch nicht das Reich Gottes." Im Unterschied zu den Abschnitten über die höllischen Tiere deutet Johannes hier nicht die Gegenwart, sondern er macht Voraussagen für die Zukunft. Er kündigt einen letzten Kampf des Teufels und den endgültigen Sieg Christi an. |
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Datum: 1988 / 2007 Aktuell: 10.06.2008 |
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