Quellen: Weihnachtsbräuche

  • 1571 »Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Pastor Thomas Winzer aus Wolkenstein in seinen Aufzeichnungen den Stollen als "gar trockenes Stopfgebäck in Wickelkindform" beschrieb. (...) Ihm verdanken wir 1571 eines der ersten schriftlichen Zeugnisse vom Vorkommen eines Stollens bei der Christbescherung. "Weihnachtsmasken, so allerley Mummenschanz treiben, führen unter dem Gesinde ihren Schabernack auf und verteilen dabei Stollen, jenes Gebäck, mit ein paar einsamen Rosinen darin, freundlichen Oasen gleich. Je kleiner, je größer, ganz nach Verdienst und Würdigkeit."«
    Michael Schule, Stollen S. 26

    »Die Kinderlein finden in ihren Bündlein gemeiniglich fünfferley Dinge: Erstlich güldige als Gelt, viel oder wenig, nachdem der Haus-Christ vermag und reich ist, doch lassen sich auch die armen Kinderlein an einem Pfenninge oder Heller in Apffel gesteckt, genügen und sind guter Dinge darüber.

    Darnach finden sich auch geniesliche Dinge, als Christstollen, Zucker, Pfefferkuchen und aus diesen allen mancherley Confect und Bilde. Daneben Epfel, Birnen. Nuß und gar mancherley gattunge allerley bestes.

    Zum dritten finden sie ergetzliche und zu frowden gehörige Dinge als Puppen und mancherley Kinderwerk.

    Zum vierden finden sie nötige, und zur bekleidung und zier des lebens dienstliche Dinge, gar mancherley und hübsche Kleiderlein, von gutem gezeug und seiden, gold und silber, und reinlicher arbeit gefertiget.

    Zum letzten finden sie auch, was zu lere, gehorsam, zucht und Disciplin gehöret, als Abctefflin. Bibeln und schöne Bücherlein. Schreib und Federgezeuge, Papier etc. und die eingebundene Christrutte.« Web

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Heinrich Tischner

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Aktuell: 29.12.2010