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Heinrich Tischner Fehlheimer Straße 63 64625 Bensheim |
Die Wahrheit über die Nibelungen: PersonenGunther |
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Guntharius war nach dem Waltharius ein Sohn Gibichos und regierte in Worms, von wo aus er zusammen mit Hagene und einer kleinen Streitmacht den Waltharius verfolgt, um ihn seinen Schatz abzujagen. Der Dichter stellt ihn als einen habgierigen Feigling und unfähigen Krieger dar. Wie er sich am Ende doch zum Kampf stellen muss, verliert er ein Bein und wird schwer verletzt zu Pferd wieder nach Worms gebracht. In der Edda heißt er Gunnar und ist wie Högni ein Sohn Gjukis. Ähnlich die Darstellung im Nibelungenlied. Nur dass hier im ersten Teil Gunther durch die groteske Niederlage in der Brautnacht noch stärker als Schwächling dasteht und dass er im zweiten Teil ganz in den Schatten Hagens tritt, ja mit ihm am Ende sogar die Rollen tauscht: In der Edda wird Högni zuerst getötet, um Gunnar einzuschüchtern. – Im Nibelungenlied ist Hagen der letzte Überlebende, der nach dem Tod Gunthers keinen Mitwisser mehr hat, der das Geheimnis des Schatzes verraten könnte. Vorbild ist der historische Burgunderkönig Gundaharius, Sohn des Gebica, der 436 in einer Schlacht gegen die Römer oder deren hunnischen Hilfstruppen den Tod fand. Was wir von ihm wissen, erweckt eigentlich nicht den Eindruck, dass er ein Schwächling gewesen sei. |
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Datum: 1994 /2006 Aktuell: 29.12.2010 |
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