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Heinrich Tischner

Fehlheimer Straße 63

64625 Bensheim

Die Wahrheit über die Nibelungen: Personen

Wer waren die Nibelungen?

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Sprachgebrauch

Nibelungenlied

Edda

Waltharius

Bedeutung des Namens

formal

etymologisch

semasiologisch

Personenname Nibelung

Schlussfolgerungen

 

I. Sprachgebrauch

1. Nibelungenlied

a. Nachkommen des Königs Nibelunc

In der 3. Aventiure berichtet Hagen, was er über den gerade angekommenen Sîvrit weiß: Er sollte einmal einen Erbstreit der Könige Scilbunc und Nibelunc schlichten. Da der Held den Nibelungenhort nicht befriedigend teilen konnte, kam es zum tätlichen Auseinandersetzungen. Sîvrit besiegte das Volk und erschlug die beiden Könige. Dem starken getwerc Albrîche entriss er die Tarnkappe und machte ihn zu seinem Kämmerer.

Nach 87,2.3 waren die Nibelungen die Brüder Scilbunc und Nibelunc, diu rîchen küneges kint, also die Söhne oder Nachkommen eines Nibelunc. Der Nibelungenhort ist ihr Familienbesitz, über den sie sich nicht einig werden können. Im Unterschied zu Albrîche sind die Nibelungen offenbar keine Zwerge, sondern normale Menschen, die Siegfried mit einem Ritteraufgebot unterstützen können.

b. Name eines Landes

i. Nibelungenlied

In der 8. Aventiure stattet Sîvrit unerkannt Albrîche einen Besuch ab. Er kommt von Island aus mit dem Schiff ze einem lande…, daz hiez ze Nibelungen. Der Familienname ist also hier zu einem Landesnamen geworden.

In der 12. Aventiure planen Gunther und Prünhilt ein Fest, zu dem auch Sîvrit und Kriemhilt eingeladen werden. Die waren inzwischen zu Sîvrits Vater gereist, also nach Xanten. Die Wormser schicken berittene Boten, die kamen nach drei Wochen in daz lant ze Nibelungen bürge und fanden den Helden ze Norwæge in der marke, in einem neu erworbenen Grenzbezirk, der in Norwegen liegt.
Hier liegt also eine Unstimmigkeit vor, denn das Nibelungenland der 8. Aventiure ist doch etwas anderes als das Heimatland Sîvrits. Vielleicht ist das so zu verstehen, dass die Burg bei Xanten inzwischen den Namen Nibelungen bürge angenommen hat und dass Norwegen als eine "Mark" dem Reich von Xanten angegliedert worden war. [1]

Nun ist Norwegen zwar von Island aus mit dem Schiff zu erreichen, aber kaum von Worms aus nur zu Pferd. Wir müssen uns also wohl mit der Vermutung begnügen, dass der Dichter oder Bearbeiter keine genauen geographischen Kenntnisse hatte und nur andeuten will, dass er das Nibelungenland in Norwegen vermutet.

In der 19. Aventiure veranlasst Kriemhild, dass der Hort aus dem Nibelungenland nach Worms gebracht wird. Zwölf Lastwagen fahren vier Tage lang täglich dreimal von der Schatzhöhle zum Meer, wo der Hort in Schiffe verladen und rheinaufwärts nach Worms gebracht wurde (1121 f). Das lässt sich gut mit Norwegen vereinbaren.

ii. Kudrunlied

Im Kudrunlied kommt der Name Nifland vor, was wohl als 'Land der Nibelungen' zu verstehen ist. Das ist die Heimat eines Morung (Mohr 'Neger').

Der norddeutsche oder nordische Erfinder dieser Sage hat wohl die abweichende Bedeutung von Nebel im Norden im Sinn: asächs. neƀal 'Finsternis', aengl. nifol 'dunkel', anord. njôl 'Nacht' [2].

c. anderer Name der Burgunder

In der 25. Aventiure wird erzählt, wie die Nibelungen zu den Hunnen zogen (1522,1): Die snellen Burgunden brachen auf… In der folgenden Strophe heißt es (1523,1): Die Nibelunges helde [3] ritten in 1000 Rüstungen mit. Hier findet also unmotiviert ein Namenswechsel statt. Die Burgunder werden von nun an Nibelungen genannt. [4]
Im Sinne des Dichters ist das wohl so zu verstehen, dass die Burgunder, die sich ja des Schatzes bemächtigt haben, nun den Namen der ursprünglichen Besitzer tragen. Da fehlt halt ein Hinweis, dass sie sich jetzt als die Erben von Scilbunc und Nibelunc verstehen.

Im Nibelungenlied sind also die Nibelungen ein Volk, das in Norwegen wohnt, benannt nach einem verstorbenen König, der einen Schatz zu vererben hatte. Das Gold wird erst von Sîvrit erobert, dann von den Wormsern im Rhein versenkt. Der Nibelungenname wird vom Dichter auf den jeweiligen Besitzer des Hortes übertragen.

Andererseits lässt der Aufbewahrungsort in einem Berg, der Name Albrîche 'König der Alben' und seine Charakterisierung als getwerc keinen Zweifel, dass die ursprünglichen Nibelungen mythische Wesen, etwa Zwerge sind, die wie im Märchen in den Bergen Gold schürfen und in Höhlen lagern.

In der deutschen Überlieferung wird also das mythische Volk historisiert und in einer geographisch bestimmbaren Gegend angesiedelt.

2. Edda

a. In der Liederedda

kommt der Name Niflungar nur in den beiden Atliliedern und dem Titel der Zusammenfassung "Tötung der Niflungen" vor.

i Besitzer des Schatzes

Altes Atlilied (11): Vor der Abreise sagt Gunnar: "Die Wölfe sollen das Erbe der Niflungen nehmen, wenn wir nicht wiederkommen." Und (26,27) sagt er zu Atli: "Der Schatz der Niflungen ist im Rhein verborgen. Niflungen sind also wie im Nibelungenlied die Besitzer des Schatzes.

ii Gunnar und seine Gefolgsleute

Als Gudrun ihren Bruder warnen will, sagt dieser (17): "Zu spät ist's, … die Niflungen zu sammeln, um der Gefahr widerstehen zu können."  Andererseits wird Gunnar (18) Freund der Burgunden und (29) der Goten König genannt – die Völkernamen sind also nicht wörtlich zu nehmen, sondern wurden aus dem Formzwang der Stabreimdichtung gewählt: Man suchte möglichst viele Synonyme und erfand die wunderlichsten Umschreibungen.

b. Im Grönländischen Atlilied

(45.49) ist der Name gleichbedeutend mit (49) Kinder Gjukis, bezeichnet also Gunnar und Högni.
(85) wird ein Sohn Högnis genannt, der Hniflung heißt.

Nach Peter Wackwitz [5] steht Niflungar manchmal im Stabreim zu Wörtern, die mit /h/ anlauten, so dass Wackwitz erwägt, ob der Name nicht ursprünglich mit <h> geschrieben wurde [6] und bedenkt eine Ableitung von anord. hnefi = mhd. neve 'Faust'  [7]. Damit ist aber nicht das /l/ erklärt.

Vielleicht ist Hniflung ja auch bloß ein Schreibversehen: Der Schreiber wusste, dass es ein deutscher Name ist und dass manche deutschen Wörter, die mit /n/ anlauten, im Altnordischen mit /hn/ gesprochen wurden. So könnte auch der Stabreim n = h zu erklären sein. [8]

c. Snorri

fasst (41) den nordischen Sprachebrauch treffend zusammen: "Gunnar und Högni werden Niflungen und Gjukungen genannt. Deshalb nennt man Gold [allgemein in der Dichtung] auch Schatz der Niflungen oder deren Erbe." Snorri benutzt aber den Namen in seiner Nacherzählung selbst nicht.

Die Edda verwendet also den Namen ähnlich wie im 2. Teil des Nibelungenlieds und scheint den Namen aus Deutschland übernommen zu haben. Wichtig ist, dass er gerade im Alten Atlilied vorkommt, das einen ziemlich altertümlichen Eindruck macht. Das spricht für ein hohes Alter der Verbindung Wormser = Nibelungen.

Der Schatz wird in der Edda nur deswegen nach den Niflungen benannt, weil er den Niflungen Gunnar und Högni gehörte.

Die Nordleute erzählten von ihm eine andere mythische Herkunft. Auch hier spielen zwei Brüder, Fafnir und Regin, eine Rolle, die ihn von ihrem Vater geerbt haben und von Sigurd erschlagen werden. Auch hier kommt ein Zwerg vor, Andwari, der ursprünglich Besitzer des Goldes. Möglicherweise gehen beide Schatzgeschichten auf eine gemeinsame Grundidee zurück, die in Deutschland und im Norden verschieden verwirklicht wurde. Wo soll das Gold denn auch anders herstammen als von Zwergen!

3. Waltharius

Als Waltharius mit seiner Braut auf der Flucht vor den Hunnen Worms passiert haben, werden sie von Reitern verfolgt. Hiltgunt meint, die Hunnen hätten sie jetzt doch noch eingeholt, Waltharius dagegen stellt erleichtert fest, es seien Franci Nebulones (558), zu denen ja auch sein alter Kamerad Hagano gehörte. Es sei also nichts zu befürchten.

Lat. nebulo ist ein 'nebelhafter Mensch, Windbeutel, Luftikus, Taugenichts', ein Wortspiel, das an den Namen der Nibelungen erinnert und zugleich die älteste Erklärung des Namens darstellt: eine Ableitung von lat. nebula = dt. Nebel. Der Dichter des Liedes liebt solche witzigen Wortspiele. [9]
Für ihn sind die Wormser selbstverständlich Franken und keine Burgunder. Da Waltharius das älteste Werk ist, das auf die Nibelungentradition anspielt, scheint mir wichtig zu sein, dass er Gunther und Hagen als Nebulones bezeichnet, was der Definition Snorris recht nahe kommt.

II. Bedeutung des Namens

1. formal

Im Altgermanischen musste /e/ vor /u/ lautgesetzlich zu /i/ werden, daher Nebel > Nebeling oder Nibelung.

2. etymologisch

Dass der Dichter des Waltharius im Prinzip Recht hat und Nibelungen von Nebel kommt, wird von den meisten Forschern anerkannt.

3. semasiologisch

Die germanisch Einfügung -ing, -ung bei Ableitungen von Substativen kann einfach eine Erweiterung des Wortes mit der ursprünglichen Bedeutung sein (mhd. tôring = tôr 'Narr') oder eine Zugehörigkeit (anord. hildingr Krieger' von hildr 'Kampf') bzw. Herkunft ausdrücken (anord. Íslendingr 'Isländer'; dt. Karolinger 'Nachkomme Karls d. Gr.) [10]

Die Frage ist nur, was mit den "Nebelingen" gemeint ist:

a. ein Geistervolk,

wie in der Schatzgeschichte Hagens im Nibelungenlied. Diesem Geistervolk gehörte auch ursprünglich die Tarnkappe, die einen Menschen wie der Nebel unsichtbar macht.

Dafür würde der mythische Name Niflheim sprechen, das nördlich der von den Menschen bewohnten Welt liegt und in dem Riesen hausen.

b. Leute aus dem Nebelland

i ein Land, in dem es oft Nebel gibt

wie am Rhein bei Worms oder im Niederland und wohl auch in Norwegen

ii das Dunkelland, [11]

was für das Norwegen des Nibelungenlieds, das Mohrland des Siegfrieds im Kudrunlied und für das nordische Niflheim zutrifft.

iii eine Örtlichkeit, die so ähnlich heißt wie Nebel
Nivelles in Belgien

Henri Grégoire hat behauptet, dass die Nibelungen 'Leute aus der belgischen Stadt Nivelles' seien und dass Nibelungus, der Cousin Pippins, aus dieser Stadt stamme. [12] Dagegen spricht aber sehr entschieden der alte Name dieser Stadt, Niviealha [13], der keine Ähnlichkeit mit dem Nibelungennamen hat.

Neffelbach (Nebenfluss der Erft im Rheinland)

Walter Böckmann [14] erwägt einen Vorschlag von Heinz Ritter, wonach die Nibelungen 'Leute vom Neffelbach' gewesen seien.

Dass man Flussanwohner mit der Endung -ing, -ung benennen konnte, zeigen Namen wie Scaldingi, North-Albingi Anwohner der Schelde, der nördlichen Elbe. [15]

Der Neffelbach scheint mir aber eher der Navilla-Bach 'die Kleine Nahe' (lat. Nava) [16] zu sein als ein 'Nebelbach'.

c. Nachkommen oder Angehörige eines Nibelung

Das kann eigentlich nur ein Übername, kein regulärer Personenname sein.
-ung
würde hier zwar die Bedeutung 'Nebel' beibehalten, zugleich aber ausdrücken, dass es sich um eine Personen- und nicht um eine Sachbezeichnung handelt.

Übernamen waren im frühen Mittelalter nicht selten. Die so benannte Person war vielleicht "nebelhaft", schwer durchschaubar, oder verstand sich wie mit einer Tarnkappe unsichtbar zu machen, was im Krieg von Vorteil sein konnte.

Das scheint mir die richtige Deutung zu sein.

III. Der Personenname Nibelung

kommt auch unabhängig von der Sage ziemlich oft vor.

Hier wäre in erster Linie zu nennen Nibelungus, der Sohn Childebrands, des Onkels Pippins. Er schrieb ab 752 die fränkische Chronik weiter, an der schon Childebrand gearbeitet hatte.

Schon vorher soll es eine Sippe Nibiling, Nibilung in der Bourgogne gegeben haben. [17]

Peter Wackwitz [18] hat sich die Mühe gemacht, den mittelalterlichen Nibelungennamen nachzuspüren:

7er-Jahrhundert: "vereinzelte Belege"
8er-Jahrhundert: "stattliche Anzahl, fränkisch-rheinisch, auch bayrisch"
9-er- und 10er Jahrhundert: "weniger"
11-er und 12er-Jahrhundert  "sehr starke Verbreitung dieses Namens"

Es ließe sich nicht erkennen, dass sich die Namen in einer Familie häuften, d.h. dass sie erblich wären.

Dagegen käme der Name Schilbung [19] sehr selten vor und nur im bayrisch-österreichischen Bereich.

Der mittelalterliche Personenname Nibelung setzt sich fort in den heutigen Familiennamen Nebeling, Nebelung, Neveling, Niebling, Nübling, die nach den Telephonbüchern im Rhein-Main-Neckar-Raum und sicher auch anderswo vorkommen.
Nebeling bezeichnet in der Gegend von Mainz aber etwas anderes, eine Art Kerze, und könnte auch in dieser Bedeutung zum Familiennamen geworden sein.

Die "sehr starke Verbreitung dieses Namens" im Hochmittelalter scheint mir zusammenzuhängen mit der literarischen Vorgeschichte des Nibelungenlieds. Vielleicht deuten auch die frühmittelalterlichen Belege darauf hin, dass damals die Sage sehr beliebt war.

Unter den Vorfahren und Nachkommen Karls d. Gr. scheint der Nibelungenname nur in einem einzigen Fall vorgekommen zu sein; auch von daher ist die Deutung auf die 'Leute aus Nivelles = Pippiniden' kaum haltbar. Es wird dieser Nibelungus nach der Sage benannt sein, zumal sein Vater Childebrand ja auch einen Sagennamen trägt: Hildebrand war der Waffenmeister Dietrichs von Bern.

Das spricht dafür, dass der Name Nibelungen schon in die merowingische Zeit zurückgeht, die ja mit der Krönung Pippins und der Weiterführung der Chronik durch Nibelungus zu Ende ging.

IV. Schlussfolgerungen

Die älteste Überlieferung (Waltharius, altes Atlilied) verbindet den Nibelungennamen mit Gunther und Hagen, die in der Edda auch Gjukungen und Burgunder genannt werden. Da diese über den sagenhaften Schatz verfügten, nannte man dieses Vermögen den Nibelungenhort. Erst später kam der Gedanke auf, der Name könnte auf ein mythisches Volk zurückgehen, das ursprünglich über den Schatz verfügte.

Dem Nibelungendichter liegt aber nichts an dem mythischen Volk und einer etwaigen mythischen Bedeutung des Namens. Das Volk trägt seinen Namen nach seinem ehemaligen König.

Nun mutet es merkwürdig an, dass die Gjukungen zugleich auch Niflungen geheißen hätten, wie Snorri darlegt. Denn Gjukungen war wie ein Familiename, den man nicht beliebig durch andere -ungen-Namen ersetzen konnte.

Aus demselben Grund kommt auch Siegfried aus der Familie der Wölsungen nicht als Nibelunge in Frage.

Wer aber waren die Nibelungen ursprünglich?

Vielleicht helfen uns die Franci Nebulones im Waltharius weiter: keine burgundische Familie (wie Gunther), sondern eine fränkische, die sich in der Gegend um Worms niedergelassen hatte. Einen Königstitel haben sie nie getragen, sonst wäre uns das ja bekannt, aber es wird eine der führenden Familien in Worms gewesen sein.

Der vermutliche Familiengründer mit dem Übernamen Nibelung scheint in frühfränkischer Zeit gelebt zu haben. Einer seiner Nachkommen, wahrscheinlich Hagano aus Troja = Xanten, wird der Führer der Frankengruppe gewesen zu sein, die sich in Worms angesiedelt hatte.

Diese führende Familie hat ihre Vorgänger, die Gibichungen mit Gunther, zu den Ihren gemacht. So könnte es zu der Gleichung Burgunder = Nibelungen gekommen sein.

Burgunder

 

in Worms

Burgunder = Nibelungen

Franken

Familie Nibelung

in Worms

Alles andere, was das Nibelungenlied erzählt, sind spätere Ausschmückungen, vielleicht auch bedingt durch die mythischen Anklänge an Niflheim und seine Bewohner.

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[1] Etwas merkwürdig, dass der Eroberer sich nach den Eroberten benennt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[2] Otfried Ehrismann, Nibelungenlied, Epoche – Werk – Wirkung ² 31

[3] = die Krieger des Nibelung = Gunthers

[4] Andreas Heusler, Nibelungensage und Nibelungenlied 54 führt Namenswechsel auf verschiedene Quellen zurück: Im vorliegenden Brünhildenlied habe Burgonden gestanden, in der "Not" Nibelungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[5] Der Wormsgau Beiheft 20 S. 66

[6] Den Namen des Högnisohnes erwähnt er nicht.

[7] Lexer hat nur nevemez 'Handvoll'

[8] Die von Wackwitz ebd. zitierte Deutung Gutenbrunners lässt sich sprachlich nicht halten. Das von ihm genannte aengl. neowol 'geneigt, tief' kommt wohl von german. *hnîgwan = got. hneiwan = anord. hníga = ahd. nîgan 'sich neigen'. Nibelung kann also kein 'Niederländer' sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[9] Er übersetzt auch die Namen Hagens als Paliurus spinosus 'stacheliger Dornstrauch' und den Walthers als Faunus Silvester 'Waldgeist'.

 

 

 

 

 

 

 

 



 

[10] Beispiele aus Göschen 1218b 201 ff

 

 

 

 

 

 

 

[11] die altsächsischen, altenglischen und altnordischen Wörter bedeuten 'Dunkelheit, Nacht'

 

[12] Peter Wackwitz, Der Wormsgau Beiheft 20 S. 66 ff

[13] Karl Friedrich Strohecker, Germanentum und Spätantike 252 Anm. 3.
Das /l/ gehört zum 2. Namensglied -alha 'heidnischer Tempel'

[14] Der Nibelungen Tod in Soest 117

 

[15] Göschen 1218b 203
 

[16] vgl. Maas (lat. Mosa) und Mosel (lat. Mosella)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[17] Karl Friedrich Strohecker, Germanentum und Spätantike 252 Anm. 3

[18] Der Wormsgau Beiheft 20 S.65

 

 

[19] Bruder des Nibelunc im Nibelungenlied.
Vielleicht hat ja der donauländische Dichter diesen zweiten, passend scheinenden Namen eingebracht und damit Gelegenheit gegeben für eine neue Variante der Teilungssage.

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Übersicht

 

 

 

Datum: 1994 /2006

Aktuell: 31.10.2018